Wolmirstedt ( bc ). Dass der Sommer unmittelbar vor der Tür steht, ist nicht nur an den hohen Temperaturen, sondern auch an der Vielfalt der Obstund Gemüsesorten auf dem Frischemarkt entlang des Boulevard zu erkennen. Viel wird derzeit angeboten – ob nun Schnittblumen, Radischen oder feine Frühkartoffeln.

Doch besonders wenn sich die Arbeitswoche in Richtung Wochenende neigt, ist ein Gemüse derzeit heiß begehrt : der weiße Spargel. Dieses Edelgemüse, das zur Familie der Liliengewächse gehört, landet momentan bei vielen Deutschen auf den Mittagstisch – ob nun als Beilage zum Schnitzel oder als leckeres Hauptgericht. Noch bis zum 24. Juni, dem Johannistag, läuft die Saison, vor rund einem Monat haben die Gemüsebauern die ersten Stangen gestochen. Es wird also Zeit, die Markthändler mal nach einer Zwischenbilanz zu fragen. Auch hat die Volksstimme interessiert, wie die Verkäufer eigentlich den Spargel am liebsten mögen.

Gabriele Plötze, die einen Landwirtschaftsbetrieb in der Altmark betreibt, spricht von einer " guten Saison ". Ihr Spargel stammt von Feldern zwischen Tangermünde und Tangerhütte. Seit dem 20. April sind rund zwanzig feißige Helfer damit beschäftigt, das schnellwachsende Gemüse aus dem Boden zu holen. Dass ihre Kunden in dieser Saison andere Wünsche haben, kann sie nicht bestätigen. Auch was sie selbst – genauer gesagt – ihre liebste Zubereitungsart betrifft, mag sie es " ganz ursprünglich ", verrät sie. " Spargel mit brauner Butter schmeckt mir am besten. "

Dem kann sich Simone Henke nur anschließen. Sie vertreibt für einen Gemüsehändler aus Wolmirstedt seit Ende April Spargel aus Genthin. Auch sie ist mit der Saison sehr zufrieden.

Elisabeth-Rita Blume, Mitinhaberin eines Gartenbaubetriebs in Loitsche, begründet die gute Qualität der Ernte vor allem damit, dass es früh im Jahr ziemlich warm war. Ihre Stangen stammen aus Hohenseeden und Beelitz sowie aus Rogätz. Wie in jedem Jahr, berichtet sie, geht die mittlere Preisklasse am besten. " Spargel in brauner Butter gedünstet ist einfach am leckersten ", schließt sie sich geschmacklich den Marktkolleginnen an.