Farsleben ( kl ). Des einen Freud ist des anderen Leid. " Selten hat ein Sprichwort so zugetroffen ", verrät Farslebens Ortsbürgermeister Klaus Böhnke und erzählt eine ungewöhnliche Geschichte. Die Farsleber Ortsräte haben sich zu Beginn der Legislaturperiode einen Verhaltenskodex erarbeitet. Und wer sich nicht darin hielt, der musste aus eigener Tasche seinen Obolus in eine so genannte Freud- und Leidkasse zahlen. " Das heißt, hatte einer Geburtstag, so durfte er zur Freude aller eine bestimmte Summe in diese Kasse legen ", erläutert Böhnke, " doch wer mal zu spät zur Sitzung kam, auch der musste ( leidvoll ) blechen. " " Das Geld ", so betont der Ortsbürgermeister, " sollte gemeinsam mit allen Räten zum Abschluss der Wahlperiode auf den Kopf gehauen werden. " Doch dann gab es zur Freude der Jugendfeuerwehr Farsleben und der Kindertagesstätte " Weinbergwichtel " ein Umdenken bei den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern. Beim Kassensturz vor einigen Tagen stellte sich heraus, dass 220 Euro zusammen gekommen waren. Wie Klaus Böhnke versichert, war man sich schnell im Rat einig, dieses Geld bekommt, wenn nicht wir, dann der Nachwuchs in Farsleben. So nahm Michael Knackmus vor wenigen Tagen 110 Euro für die Jugendwehr in Empfang, gestern schaute der Ortsbürgermeister mit der gleichen Summe bei den " Weinbergwichteln " vorbei. Was mit dem Geld passiert, wusste Susanne Rascher, stellvertretende Kita-Leiterin, gestern noch nicht : " Fakt ist, alle Kinder, 44 an der Zahl, werden davon profitieren. "