Hermsdorf. Das mehrjährige Sanierungsvorhaben der Hermsdorfer Kulturkirche St. Laurentius geht in die Endphase. Seit einer Woche wirbeln die Bauleute an der Fassade des Längsschiffes und des romanischen Anbaus. Der nun begonnene Bauabschnitt kostet 86 000 Euro.

Seit 2005 ist es der Kirchengemeinde und dem Kirchenförderverein ( Kirchbauverein ) mit Unterstützung des Kirchenkreises, der politischen Gemeinde, von Lotto-Toto und mit Unterstützung des Landes gelungen, vier von insgesamt fünf Bauabschnitten zu realisieren. Unter anderem wurde der Ostchor der Kirche grundhaft saniert, das Dach des Kirchenschiffes saniert und neu gedeckt, der romanische Anbau aufwändig saniert. Nun ist die Fassade an der Reihe. " Die Außenfassade ist bereits abgeklopft ", berichtete gestern Klaus Ehlers, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. " Die Bleiglasfenster des Kirchenschiffes sind ausgebaut und werden zurzeit von einer Fachfrma restauriert. " Bei der " Abputzung " entdeckten die Bauleute einen Rundbogen über der Eingangstür. " Was es damit auf sich hat, kann man nur vermuten. Denkbar ist, dass sich an diesen Bogen oberhalb der Tür früher vielleicht ein hölzerner Anbau nach außen angeschlossen hatte, über den sich die Patronatsfamilien auf die Empore der Kirche begeben haben. So ein gesonderter Eingang für die Herrschaften war ja früher in vielen Kirchen üblich ", meinte Ehlers.

Neben dem Längsschiff erhält auch der Anbau eine neue sandfarbene Putzschicht. Der aus Feldsteinen gemauerte romanische Kirchturm behält sein ursprüngliches Aussehen. Die Gestaltung der Außenanlagen ist auch Bestandteil der jetzigen Arbeiten.

Neben der Gemeinde mit 25 000 Euro haben der Hermsdorfer Kirchbauverein mit 2 000 Euro, die Landesförderbehörde ALFF mit 30 000 Euro, Lotto-Toto Sachsen-Anhalt mit 7 800 Euro und die Kirchengemeinde mit dem Kirchenkreis die verbliebene Teilsumme der insgesamt 86 000 Euro teuren Sanierungsetappe finanziert. Die Bauarbeiten sollen am 6. Juni abgeschlossen sein.

Vom Gesamtkonzept stehen dann noch Arbeiten im Kircheninneren an. Dazu zählen die Heizung, die Erweiterung der Elektroanlage, Malerarbeiten und die Installation von Ausstellungs- und Projektionstechnik mit Verdunkelungssystem an. Großer Wunsch der Kirchengemeinde ist ebenfalls die Sanierung der Orgel.