Wolmirstedt ( kl ). Ein Heiratsantrag ist alles andere als ein verstaubtes Ritual nach unzeitgemäßer Tradition. Keiner weiß dies besser als Guido Holley. Im Dezember des vergangenen Jahres hat der Wolmirstedter mit Wohnsitz in Zürich in der Schweiz, seinen Antrag öffentlich gemacht ( Volksstimme berichtete ).

Und wie er noch am vergangenen Freitag selbst eingesteht, ist er in der Vergangenheit bei seinen guten Vorsätzen schon manches Mal knieweich geworden. Doch am 31. Dezember traf er eine Entscheidung nicht allein für das neue Jahr, sondern für die Ewigkeit. Mit roter Farbe schrieb er auf ein weißes Tuch : " Nicole – damals Sawicki, heute verheiratete Holley – willst du mich heiraten ?" Der Wolmirstedter hatte, um seine Liebes-Botschaft aller Welt zu zeigen, das Ortsschild Samsweger Straße ausgesucht. Ganz bewusst, wie er verrät : " Seit Jahren arbeite ich in der Schweiz. An dieser Stelle heißt es dann Abschied nehmen, bevor ich über die B 189 auf die Autobahn in Richtung Alpen abbiege. " Sein Arbeitsweg hat sich bis heute nicht verändert. So musste er bereits gestern wieder nach Zürich. Doch vor Reiseantritt löste er sein Wort ein, führte Nicole im Bürgerhaus auf der Domäne vor den Traualtar. Am Freitag, pünktlich um 13 Uhr, konnten die Wolmirstedter die Hochzeitsglocken läuten hören.