Einstimmig empfehlen die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses dem Kreistag, den Entwurf der Schulentwicklungsplanung bis 2013 / 14 zu beschließen. Nach erneuter Diskussion entschieden sie sich, der Schließung der Sekundarschule Gröningen

ustimmen und die beiden Sekundarschulen in Oschersleben zu erhalten.

Haldensleben. In den zwei Wochen seit der vorangegangenen Sitzung des Kultur- und Sozialauschusses des Kreistages hatte die Verwaltung für

e Problemregion Gröningen-Oschersleben ( Volksstimme berichtete ) weitere Varianten erarbeitet, wie es Frank Senkel angeregt hatte. So lagen den Mitgliedern des Fachausschusses jetzt sechs Varianten zur Zukunft der Sekundarschulen Gröningen und Oschersleben vor. Nach längerer Diskussion kamen die Abgeordneten überreinstimmend zu dem Ergebnis, dass die tragfähigste Variante jene ist, die die Schließung der Sekundarschule in Gröningen und den Erhalt der beiden Sekundarschulen in Oschersleben vorsieht.

Zwei andere Varianten sahen den Erhalt der Schule Gröningen vor, dann müssten jedoch die Oschersleber Schulen zusammengelegt werden, es würde eine Schule mit Außenstelle entstehen, da die Gebäude sonst nicht ausreichen. Für Gröningen sind für notwendige bauliche Veränderungen keine Fördermittel in Sicht.

Außerdem wurden drei Varianten vorgestellt, bei denen alle drei Schulen erhalten werden könnten, dafür aber Schüler aus den Schulen Ausleben und Wanzleben umgelenkt werden müssten. Die Schule Ausleben würde dann weniger als 240 Schüler haben. In bestehende andere Schuleinzugsbereiche wollen die Abgeordneten jedoch nicht eingreifen.

Schulen mit Ach und Krach noch über einige Jahre zu retten, bringt für die Schüler nichts. Darüber waren sich die Abgeordneten einig. So sieht das auch der Kreiselternrat, erklärte Ellen Mardorf. Der Elternrat plädiert sogar für die Fusion der Oschersleber Schulen zu einem großen Schulzentrum. Größere Schulen können den Schülern zusätzliche Angebote offerieren. Je weniger Schüler es gibt, um so weniger Lehrerstunden stehen zur Verfügung. Und bei Schulen am unteren Limit kann es auch Probleme bei der zweiten Fremdsprache geben, weil die Schülerzahlen nicht reichen.

Bei der Planung noch weiter in die Zukunft zu sehen, empfahl Dezernent Joachim Hoeft. Bei der Schulentwicklungsplanung werden die Schülerzahlen immer bis zur 10. Klasse hochgerechnet. Die Hauptschüler sind jedoch spätestens nach der 9. Klasse nicht mehr da. Die Differenzen zwischen den Planzahlen aus dem jetzigen Schulentwicklungsplanungszeitraum und den realen Zahlen sind bei den Sekundarschulen sehr groß, während es bei Grundschulen und Gymnasien nur ganz geringe Abweichungen gibt.