Endlich eine eigene Wohnung, in der man tun und lassen kann, was man will, ohne dass Mami " ihren Senf dazugibt ". Das ist wohl der erste Schritt in die wahre Selbständigkeit. Doch wissen Jugendliche überhaupt was da auf sie zukommt ?

Es gibt heutzutage ganz verschiedene Arten, als Jugendlicher zu wohnen. Allein, mit seinem Freund in seiner eigenen Bude, als " bunte Chaostruppe " in einer Wohngemeinschaft ( WG ) oder als Zuhause bei Mama.

Doch wie " ticken " Jugendliche heutzutage eigentlich ? Eine Umfrage in der Landeshauptstadt Magdeburg ergab, dass die meisten Jugendlichen mit ihrem Partner in eine eigene Wohnung ziehen wollen und dass das " Hotel Mama " immer mehr aus der Mode kommt.

" Ich wollte eigentlich von Anfang an in eine WG ", erklärt Studentin Pauline Heckelmann. " Doch jetzt würde ich meine Meinung ändern. Wir haben Probleme mit einem unserer Mitbewohner, da er alles stehen und liegen lässt. "

Eine geregelte Haushaltskasse

In einer Wohngemeinschaft müssen alle an einem Strang ziehen, ansonsten ist das Chaos vorprogrammiert. Anstatt gemütlicher Fernsehabende zu viert oder zu fünft, lebt jeder sein eigenes Leben.

Dies ist vielen zu stressig, sie wollen lieber gleich mit ihrem Schatz oder allein in eine eigene Wohnung ziehen, doch meistens ist das mehr Träumerei als Realität. Ihnen ist nicht bewusst, dass eine eigene Wohnung auch gleichzeitig große Verantwortung bedeutet. Doch das ist wohl nicht der tragende Punkt. Es fehlt die " Kohle ".

" Wir haben eine geregelte Haushaltskasse, in die jeder regelmäßig einzahlt ", erläutert Pauline. Dieses Prinzip beugt gegen einen leeren Kühlschrank vor. Es ist wohl auch der Vorteil einer WG, dass man sich die Kosten teilt. " Ich möchte später auch mit meinem Freund in eine eigene Wohnung ziehen ", schmunzelt Pauline. " Doch als erstes wollen wir unser Studium beenden. "

Eine Wohngemeinschaft ist in den meisten Fällen eine Übergangslösung für die Zeit des Studium. Der größte Teil der Betroffenen will anschließend einen eigenen Rückzugsort ohne Stress und Hektik. Doch ob WG, eine eigene Wohnung, oder doch lieber Zuhause bei Mama – das bleibt jedem selbst überlassen.