Wolmirstedt. Antje Herrmann ist durch ihr Leben gestreift. Besonders oft begegnete ihr dabei die Birke. Dieser Baum ist das Lieblingsmotiv der Kunstlehrerin, die seit Freitag im Bürgerhaus ausstellt.

Die Geschichte der Birke begann schon lange vor der Geburt von Antje Herrmann. " Als meine Mutter geboren wurde, pfanzten deren Eltern eine Birke. " Außerdem sei die Birke das Symbol für die russische Seele, erzählt die 50-J ährige, und seit der eigenen Schulzeit verbindet sie eine Seelenverwandtschaft mit einer gleichaltrigen Frau, die in der Nähe von Minsk lebt. So f ndet man auf den Bildern russische Zwiebeltürme, aber vor allem beleben Birken die Landschaften, Antje Herrmann gestaltete auch Frauenkörper aus Birkenrinde.

" Es sind viele Arbeiten dabei, die innerhalb meiner Ausbildung zur Kunstlehrerin auf der Burg Giebichenstein entstanden sind ", sagt Antje Herrmann. Dort studierte sie nach der Wende die Kunst, ein Fach, das sie zum Überleben brauchte. Ursprünglich ist sie Russisch-Deutsch-Lehrerin,

" doch Russisch-Deutsch-Lehrer gab es wie Sand am Meer. "

Antje Herrmann lebt in Magdeburg, ist Lehrerin für Russisch, Deutsch und Kunst. Ein paar Jahre unterrichtete sie auch an Wolmirstedter Schulen, inzwischen ist sie zur Sport-Sekundarschule gewechselt.

Viele Bilder der Antje Herrmann sind bunt, am allerbuntesten ist ihr Lieblingsbild. Auf dem ist ihre malende Enkelin Josi zu sehen. " Josi ist mein neues Lieblingsmotiv ", sagt die Künstlerin. " Ich freue mich, dass so viele den Weg ins Bürgerhaus gefunden haben, die ich sonst nicht hier sehe ", sagte Bürgermeister Dr. Hans-J ürgen Zander zur Begrüßung und ließ es sich nicht nehmen, den vielen Magdeburgern vom Galerierundgang anlässlich der 1000-Jahr-Feier im Juni zu erzählen.