Morsleben. Die Liebe zu textilen Techniken verbindet die Frauen, die sich zwei- bis dreimal im Jahr im DBE-Infohaus in Morsleben treffen, um ihrem Hobby zu frönen. Sie kommen aus der Region zwischen Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg. Die Morsleberin Hildegard Ebel hat sie zusammengeführt. Als sie im Juni 2002 eine Ausstellung ihrer textilen Arbeiten in Marienborn zeigte, fragten viele Besucherinnen nach, ob sie ihre Künste nicht weitervermitteln würde. Sie sagte schließlich zu. Jetzt saßen die Frauen bereits zum 15. Mal zusammen. Auch Hildegard Ebels Tochter Heike Ebel-Günther gehört zur großen Runde.

Hildegard Ebel, die in den 70 er Jahren in Magdeburg eine Spezialschule für textiles Gestalten absolviert hatte und sich seitdem immer wieder weiterbildet, stellt jedesmal eine andere Technik vor – Nadelspitze, Morsleber Stickerei, Sonnenspitze, Sprang, Hexenstich, Einweben von Achatscheiben und vieles mehr.

Hildegard Ebel zeige, wie Arbeiten frei entwickelt werden, das können die meisten gar nicht, erklärt Barbara Fiedler aus Königslutter. Die meisten arbeiten einfach nach Vorlagen aus Zeitungen, das gibt es bei Hildegard Ebel nicht. Und der Ort sei ideal für das Treffen der Frauen aus Ost und West. Barbara Fiedler organisiert die regelmäßigen Klöppeltreffen in Marienborn, das nächste am 26. Juli. Auch viele der anderen Frauen klöppeln. Sigrid Look aus Helmstedt, Gudrun Hildebrand aus Ahmstorf, Ursula Lossin, Yvonne Scholz und Rosa Scholz aus Braunschweig und Karin Bergel aus Wolfsburg beispielsweise. Karin Bergel hat schon Ausstellungen mit modernen Klöppelarbeiten gestaltet.

Bärbel Nowack aus Erxleben wollte einfach vom Kreuzstich weg. Helga Gensch aus Magdeburg liebt Sticken, Stricken und Patchwork, ähnlich geht es Heidrun Leixnering aus Möser. Heidi Friedrich aus Velpke gibt selbst Handarbeitskurse, aber bei Hildegard Ebel kann man immer noch was lernen, versichert sie. Auch Ina Fricke aus Lostau hat eine Kreativgruppe, die sich unter ihrer Leitung zweimal im Monat trifft.

Wenn die Frauen in Morsleben zusammenkommen, dann bringen sie auch Handarbeiten mit, die sie in der zurückliegenden Zeit fertiggestellt haben, um sie zu zeigen. Und Ausstellungstermine werden weitergegeben. Brigitte Fleischer aus Didderse fährt weit, um Textilausstellungen zu besuchen. Zur Burg Giebichenstein war sie auch schon. Der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten ist für die Frauen eben wichtig.