Zerbst l Seit 20 Jahren ist die Erziehungs- und Familienberatungsstelle Zerbst Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie für Institutionen, die sich mit Hilfen zur Erziehung beschäftigen. Das Team, bestehend aus Pädagogen und Psychologen, unterstützt bei familiären Krisen, Trennung oder Scheidung oder seelischen Problemen. Die Fachkräfte bieten soziale und psychologische Beratung an und vermitteln pädagogische oder therapeutische Hilfe.

Susann Böckel leitet die Erziehungs- und Familienberatungsstelle in Zerbst. Zu ihr kann Jedermann kommen, es bedarf keiner Zuweisung durch eine Behörde. Frau Böckel ist Diplom-Psychologin und begann ihre berufliche Laufbahn vor der Wende in der Zerbster Poliklinik. Hier, somit im Bereich des Gesundheitswesens beim damaligen Rat des Kreises, waren zu DDR-Zeiten die Beratungsdienste angesiedelt.

Mit der Wende verschob sich die Beratungsaufgabe ins Gesundheitsamt des neuen Landkreises Zerbst. Frau Böckel wechselte den Arbeitgeber. Der damalige Sozialdezernent Jörn Beckmann entwickelte die innovative Idee der integrierten Beratungsdienste. "Ich war Leiterin der Sucht-, Erziehungs- und Schwangerenberatung", sagt Frau Böckel.

Ab 1993 waren dann ausschließlich freie Träger der Wohlfahrt für den Beratungsdienst förderberechtigt. Im Raum Zerbst bot sich der damalige DPWV an, dessen damalige Leiterin Ingeborg Gädicke mit kluger Voraussicht und einem guten Händchen bei der Personalauswahl die Hilfeleistung übernahm. Frau Böckel wechselte mit ihrer Tätigkeit zu diesem freien Träger. Seit 2007 ist sie hier Leiterin für Erziehungshilfe und für die Bereiche Dessau, Bitterfeld, Zerbst und Jerichower Land zuständig - dem Erziehungshilfeverbund Anhalt mit insgesamt 63 Mitarbeitern.