Ortschaftsratssitzung in Jütrichau: Erhoffte Informationen zur geplanten 800-Jahrfeier des Dorfes blieben aus. Noch scheint alles offen.

Jütrichau l Udo Süßdorf leitete in Vertretung von Ortsbürgermeister Dirk Bunge die Sitzung des Jütrichauer Ortschaftsrates am Montagabend. Er begann mit den Informationen zur Teichsanierung. Der Aushub wird noch beseitigt und die Fläche begradigt, informierte er. Die Frage von Markus Pfeifer, wann weitergebaut wird, konnte nicht beantwortet werden - vermutlich witterungsabhängig. Der Grill für das Freizeit- und Festglände fehlt noch.

Wo sind die großen Fische geblieben?, wollte später ein Bürger wissen. Hier konnte Dennis Barycza Auskunft geben. Die Fische waren fast alle im Sommer nach einem Unwetter verstorben, erklärte er, der Sauerstoffgehalt im Teich sei zu gering gewesen, die Schlammmassen zu hoch.

Die Feuerwehr sei nach dem Fischsterben damals im Einsatz gewesen, um die toten Tiere herauszuholen, erinnerte sich der Ortswehrleiter. Die Entschlammung des Teiches konnte schließlich forciert werden. Ein Restbestand an kleinen Fischen verblieb. Wenn der Teich richtig fertig ist, müsse man sich Gedanken machen, ob man wieder eine Nachzucht reinbringt, schlug Barycza vor.

Bezüglich des Teiches gab es noch die Anregung, das angespülte Schilf abfischen zu lassen, sonst stinke es gleich wieder.

Am Teich soll ja eigentlich in diesem Jahr auch das 800-jährige Bestehen von Jütrichau gefeiert werden. Wenn denn was daraus wird. Bei der Ratssitzung wurden erhebliche Zweifel geäußert. "Wir reden immer nur, wir wollen uns treffen", so Markus Pfeifer. Zu dritt habe man schon einmal am Tisch gesessen, mehr waren nicht gekommen. "Ich hätte gerne einen Sachstand gehabt", so Pfeifer, der findet, dass immer noch nichts in Sack und Tüten ist. So weit sei man vor einem Jahr auch schon gewesen.

Es fehle jemand, der den Hut auf hat, meinte Dennis Barycza. Das müsse nicht unbedingt der Ortschef sein, aber es sollte eine Person benannt werden. Pfeifer: "Wir wollen uns als Feuerwehr und Verein einbringen und wissen nicht richtig wie und was."

Der Ortsbürgermeister habe wohl mit dem ein oder anderen Partner schon geredet, beispielsweise wegen alten Geräten für den Umzug, aber auch der Vertrag für die Gruppe, die spielen soll, müsste schnellsten unter Dach und Fach. "Die Zeit ist knapp", befand Heinz Stange, der unter diesen Umständen schon auf den Umzug verzichten und es bei einer Ausstellung am Teich belassen würde.

Auch eine Einwohnerin meldete sich zu Wort und sagte, sie sei enttäuscht, was mit der 800-Jahrfeier los ist, "ich hätte gerne mitgearbeitet, weiß aber nicht, an wen ich mich wenden soll." Ausdrücklich ludt Udo Süßdorf diese Bürgerin zu der Zusammenkunft ein, die nun am 3. Februar um 19 Uhr im Gemeindehaus stattfinden soll. Pfeifer hofft, dass dazu Arbeitsgruppe und Ortschaftsräte rechtzeitig informiert und eingeladen sind. "Wir haben vier Monate effektiv", mahnte Pfeifer an. Geplant war, das Ortsjubiläum vom 13. bis zum 15. Juni zu feiern.