Zu einem gemeinsamen Neujahrsempfang haben die Ortschaften Loburg, Rosian, Schweinitz, Hobeck sowie der Truppenübungsplatz Altengrabow mit seinem Dienstleistungszentrum und der Bundesforst nördliches Sachsen-Anhalt am eingeladen.

Loburg l Aus organisatorischen Gründen war es nicht möglich gewesen, die Veranstaltung auf dem Truppenübungsplatz von Altengrabow durchzuführen, und so lud man gemeinsam in die Aula der Loburger Sekundarschule am Kalitzer Weg ein. Wohl an die 200 Gäste hatten sich zu dem Jahresbegrüßungsakt eingeladen gefühlt, darunter auch der Landrat des Jerichower Landes, Lothar Finzelberg, und der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Kurze.

Wie bei solchen Anlässen üblich, warfen die Gastgeber zunächst einen Blick zurück auf das abgelaufene Jahr, und hier war es dem Loburger Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann wichtig, den ehrenamtlichen Helfern im Allgemeinen und den Fluthelfern im Besonderen seinen Dank auszusprechen: "Solche ehrenamtlich handelnden Leute brauchen wir hier."

Erinnert wurde ferner an die trotz spät verabschiedetem Stadthaushalt gestemmten Investitionen in den Gastgeberortschaften: In Göbel war im Jahr 2013 die Lindenstraße saniert und in Hobeck das Gemeindezentrum umfassend umgestaltet worden. In Loburg nimmt die neue Turnhalle - wenngleich für manche am falschen Platz - endlich Gestalt an. Die Einweihung ist für den Freitag, 31. Januar, um 17 Uhr vorgesehen. "Insgesamt wurden in Loburg 992 000 Euro im abgelaufenen Jahr investiert", so Bernd Wünschmann. Der Ortschef erinnerte ferner daran, dass im Jahr 2015 das 1050. Bestehen von Loburg zu feiern ist. Die ersten Beratungen dazu sollen bald stattfinden. Für das angebrochene Jahr 2014 wünschte sich der Ortsbürgermeister neue Arbeitsplätze in Loburg und zeigte sich "zuversichtlich, dass da auch etwas passieren wird".

"Kennen Auftrag noch nicht"

Für die Nutzer des Truppenübungsplatzes trat Hauptmann Olaf Langkawel an das Rednerpult. Er deutete an, dass der Betrieb auf dem Truppenübungsplatz sich deutlich verändern werde: "Wir kennen unseren Auftrag noch nicht so richtig - fliegen wir nur oder wird es richtig laut? Die Soldaten haben den Platz jedenfalls für sich entdeckt. Danke, dass Sie uns ertragen", so Langkawel. Der Hauptmann sagte auch einen Satz, der alle Windkraftskeptiker in der Region aufhorchen lassen sollte: "Wir wollen auch keine Windkraft." Als besondere Aufmerksamkeit hatten die Nutzer des Truppenübungsgeländes in Zusammenarbeit mit der Bundesforst zwei Stücke Wildbret für die kulinarische Versorgung mit nach Loburg gebracht.

Der Landrat des Jerichower Landes, Lothar Finzelberg, knüpfte zum einen an die Dankesworte Bernd Wünschmanns an die Fluthelfer an, stellte aber zudem in Aussicht, dass der Sekundarschulstandort Loburg per Ausnahmegenehmigung erst einmal erhalten werden solle.

Ein schöner Brauch ist es bei den Loburger Neujahrsempfängen, dass der evangelische Pfarrer Georg Struz ein Gleichnis zum Besten gibt. Hauptaussage der diesjährigen Geschichte eines durstigen Mannes, der in der Einöde einen Brunnen findet, war: Man muss zuerst alles geben, bevor man selber etwas zurückbekommt.

Alles gegeben hat auch der Bürgermeister von Loburgs Partnerstadt Ostbevern, Joachim Schindler. Er trat zum letzten Mal in seiner Funktion als Bürgermeister von Ostbevern ans Loburger Rednerpult. Trotz seiner geplanten beruflichen Veränderungen bleibe er jedoch den Loburgern aufs Engste verbunden: "Wir fühlen uns hier stets willkommen", lobte Schindler die Partnerschaft zwischen den 350 Kilometern auseinanderliegenden Orten Ostbevern und Loburg.

Für die musikalische Unterhaltung hatten die Gastgeber in diesem Jahr die jungen Musiker von "The Artcores" engagiert. Die fünf Jungs lieferten akkurat gespielte und neujahrsempfang-taugliche Poprock-Hits der vergangenen Jahre und begleiteten auch nach dem offiziellen Teil des Abends die Veranstaltung musikalisch.

   

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