Jubiläum

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Zerbster Briefmarkenvereins hält der Landesverband am Sonnabend ab 10 Uhr seine Versammlung im Gymnasium Francisceum ab.

Zwischen 14 und 17 Uhr öffnet im Museum das Sonderpostamt der Deutschen Post.

Zwei Schmuckumschläge werden anlässlich des Jubiläums herausgegeben. Ein Umschlag zeigt die Veröffentlichung im Briefmarken Journal 1889, der zweite das Logo des Landesverbandes der Philatelisten in Sachsen-Anhalt sowie das Francisceum. Dazu gibt es eine Briefmarke mit dem Rathaus.

Zerbst l Mit Recht sei der "reine arabische Gummi als bestes Einklebemittel für Briefmarken verzeichnet und angegeben", lässt sich im Aufsatz "Zur Frage der Markenkonservierung" nachlesen, der das Illustrierte Briefmarken Journal vom 20. April 1889 einleitet. Für die Zerbster Briefmarkenfreunde ist die Ausgabe des Leipziger Vereinsorgans ein ganz wichtiges Dokument. Es beweist, dass es im 19. Jahrhundert bereits eine organisierte Sammlergemeinschaft in der Stadt gegeben hat. Das konkrete Gründungsdatum lässt sich nicht mehr nachvollziehen, aber mit der Liste des Briefmarken Journals können die Zerbster Philatelisten das 125-jährige Bestehen feiern.

Seit 1969 ununterbrochen bei den Kulturfesttagen dabe
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Dass das anlässlich der Zerbster Kulturfesttage geschieht, ist kein Zufall. Bei der Erstauflage nahmen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Philatelie vor, bei kommenden Kulturfesttagen dabei zu sein. Dem Vorhaben haben die Männer Taten folgen lassen: Wenn am Sonnabend um 10 Uhr im Francisceum die Jubiläumsveranstaltung beginnt, sind die Zerbster Briefmarkenfreunde das 46. Mal dabei. "Seit 1969 ununterbrochen", sagte Friedrich Tschackert vom Zerbster Briefmarkenverein nicht ohne Stolz.

Gestern wurde die Ausstellung im Museum aufgebaut. Die Vereinsmitglieder ordneten mit großer Übersicht die Bögen in den Rahmenflächen an, nahmen notfalls die Pinzette zur Hilfe, um einen Trennstreifen gerade zu rücken. Nach einem vergewissernden Blick wurde die Glasfront heruntergeklappt und mit einem Akku-Schrauber ruck zuck verschlossen.

In den insgesamt 32 Ausstellungsrahmen zeigen die Vereinsmitglieder acht sehenswerte Sammlungen aus ihrem Fundus, die zu den Kulturfesttagen zwischen 1987 und 2013 schon einmal zu sehen waren. "In den Objekten spiegelt sich die Entwicklung der Philatelie wider", erklärte Friedrich Tschakert. "Wie wurden die Briefmarken früher gestaltet und wie heute?"

So stellt Gisela Kölling "Märchen" aus. Aus der Sammlung von Rainer Nierenberg ziehen "Alte Meister" die Blicke auf sich, bei Friedrich Tschakert ist es das Thema "Wien - Nicht nur die Hauptstadt Österreichs". Georg Daudert widmet sich "Leuchttürme und Leuchtfeuer - Baudenkmäler an den Meeren der Welt" und Manfred Werner den "Arten der Postbeförderung". Aber natürlich werden auch der Stadt Zerbst und der Region Anhalt Raum gegeben. Gerhard Schulz präsentiert "Zerbster Kulturfesttage", Gerhard Benke "Zerbst bleibt Zerbst" und Christa Kujat "Anhalt". Sie ist die einzige Frau im Zerbster Briefenmarkenverein und ein langjähriges Mitglied.

Ziel ist es, eine möglichst breite Auswahl zu zeigen


Wer bei den Kulturfesttagen Postwertzeichen aus seiner Sammlung ausstellt, beraten die Vereinsmitglieder untereinander. Auch hier gilt: Nach den Kulturfesttagen ist vor den Kulturfesttagen. "Unser Ziel ist es, eine möglichst breite Auswahl zu zeigen", setzte Friedrich Tschakert hinzu.

Am Sonntag, 2. März, wird im Zerbster Museum wieder der Briefmarkengroßtauschtag angeboten. Los geht es um 10 Uhr.

Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.zerbst-briefmarkenverein.de