Broihansgasse, Lachsfang und Färberstraße hießen die Gassen, die einst auf die Färberstraße führten. Doch es wurde noch mehr zum aktuellen Heimatfotorätsel erzählt.

Zerbst l "Wenn ich morgens zur Schule musste, bin ich den Breitestein entlanggelaufen. Aber nachmittags, wenn ich Zeit hatte, bin ich durch die Färberstraße mit ihren bunten Häusern nach Hause gebummelt", erinnert sich Angela Braune, die in der Langen Straße aufwuchs.

Frank Juling wohnte in der Färberstraße 38. "Auf dem Bild ist unser Haus das rechte, das linke war die Nummer 40. Wir haben bis zum Abriss dort gewohnt. Es gab einen großen Zusammenhalt unter den Anwohnern. Den gibt es auch heute noch."

Nur wenige Meter entfernt in der Broihansgasse wohnte Werner Elz. Der heute 87-Jährige zählte die insgesamt fünf Gassen auf, die auf die Färberstraße führten. "Nach dem Krieg haben wir dort alles wieder aufgebaut." Später mussten die Häuser dem Zerbst-Nord-Komplex weichen. "Heute wohne ich im Breitestein. Vielleicht 80 Meter von meinem früheren Zuhause entfernt."

Drei der zur Färberstraße hinführenden Gassen hießen postalisch ebenfalls Färberstraße. "Es gab Grundstücke mit Zugang von diesen Gassen, also trugen sie auch die Anschrift Färberstraße", erklärte Leser Helmut Hehne.

"Ich kann mich erinnern an zwei ältere Frauen, die dort eine Altstoffannahme betrieben, auf der rechten Seite dieser Gasse. Als Kind bin ich mit dem Holz-Handwagen mit Gläsern und Papier dorthin gezuckelt. Hat ganz schön gerumpelt auf dem Pflaster", erzählt unterdessen Detlef Teßmann. Auch Carola Klingenberg kennt die Gegend gut: Sie ist dort aufgewachsen.

Über den Gewinn eines 10-Euro-Biberticket-Veranstaltungsgutscheines kann sich Detlef Teßmann freuen.

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