Dalchau l Gerade mal zwei Jahre alt ist die Idee, in Dalchau den Karneval zu feiern, aber schon benehmen sich die Einwohner so, als wäre das alles schon seit Jahrzehnten Tradition: Bestens gelaunt und phantasievoll verkleidet kamen über 60 Bürger - überwiegend aus Brietzke, Kalitz und Dalchau zu dem Gute-Laune-Spaß im Dalchauer Dorfgemeinschaftshaus.

"Es ist beeindruckend, wie gut der Dalchauer Karneval von den Leuten angenommen wird", freute sich der Zeppernicker Ortsbürgermeister Manfred Zerm. Er dankte besonders den Organisatoren des Festes sowie den Frauen, die das Dorfgemeinschaftshaus schön geschmückt hatten. Vor dem Haus war zusätzlich ein Partyzelt aufgestellt worden, denn früh hatte sich abgezeichnet, dass wieder viele Leute vorbeikommen würden. Das Publikum war gemischt - jung und alt waren vertreten. Schon um 20 Uhr wurde im großen Raum getanzt. Ein karnevalistisches Festprogramm gibt es in Dalchau nicht. "Für eine Büttenrede hat sich hier noch keiner gefunden", so Manfred Zerm. Doch wer weiß, was für Talente hier so schlummern.

Nach einer kurzen Schunkelrunde zum Warmmachen und dem Ruf "Dalchau Helau" ging die Party richtig ab.

Seit 850-Jahr-Feier ist Dalchau in Feierlaune

Die Organisatoren - eine Gruppe von etwa 20 Einwohnern - sind nicht in einer bestimmten Organisationsstruktur gebunden, es gibt keinen Heimatverein im Ort. Seit der 850-Jahr-Feier Dalchaus im Jahre 2011 haben die Dalchauer ihr Dorfgemeinschaftshaus für gemeinsame Festivitäten wiederentdeckt. Gleich im Oktober 2012 wurde das Fest "850 plus eins" begangen, und dann war auch die Suche nach weiteren Feieranslässen schnell erfolgreich gewesen.

Ab jetzt immer am Sonnabend vor dem Aschermittwoch

"Es wird auch in diesem Jahr wieder eine Maifeier und das Fest zum 3. Oktober geben", sagt Manfred Zerm. Da das Festkomitee unabhängig vom Ortschaftsrat ist, dürfte auch die im Mai anstehende Neuwahl des Ortschaftsrates keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Feierlaune haben.

Auch der Karneval 2015 scheint schon jetzt beschlossene Sache zu sein. Als fixen Termin fürs närrische Feiern im Dorf wurde längst der Sonnabend vor dem Aschermittwoch auserkoren.