Zerbst. Der Jahreswechsel verlief in Stadt und Region Zerbst sehr friedvoll. Die Polizei meldete gestern Nachmittag lediglich ein Silvester-Vorkommnis. Am Neujahrsmorgen hatte ein 22-Jähriger gegen 3.35 Uhr in der Lüttgen Brüderstraße eine Briefkastenanlage mit Feuerwerk gefüttert. Es entstand Sachschaden. Wie Polizeisprecher Steffen Kühn vom Revier in Köthen mitteilte, gab es im gesamten Landkreis lediglich etwa 15 derartige Vorkommnisse. In Zscherndorf bei Bitterfeld wurde ein Briefeinwurfkasten der Deutschen Post schwer beschädigt. Aus Bitterfeld wird ein weiterer Schabernack gemeldet. Ein 36-jähriger Mann baute seine Böller und Raketen auf dem Dach eines fremden Autos auf. Durch die Zündungen und Detonationen entstand erheblicher Schaden am Lack.

In der Regel jedoch waren die Menschen ausgelassen feiernd anzutreffen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt oder wenige Grad darunter hatten sie sichtlich Freude an teils spektakulärem Feuerwerk. Auch die Gäste der Schlossruine – sie war erstmals für eine Silvesterparty ausgesstattet worden – trugen ihren Teil zu einem ansonsten hauptsächlich aus der Bahnhofstraße, der Breite, Nord und der Heide "befeuerten" bunten Himmel bei.

Am Neujahrsvormittag lag die Stadt dann wie ausgestorben. Nur vereinzelt sorgten sich die Einwohner um Ordnung auf und vor den Grundstücken. Am frühen Nachmittag riss der Himmel dann sogar für eine halbe Stunde auf, und bei gutem Wetter waren zahlreiche Menschen in den Parkanlagen und auf den Straßen zu sehen.

   

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