Für den Zerbster Tierschutzverein und das Tierheim steht auch das neue Jahr im Zeichen vieler Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Hauptaugenmerk im Jahr 2011 liegt auf der längst überfälligen und immer wieder verschobenen Restaurierung der Hundezwinger.

Zerbst. Schneetreiben, Glätte und die Kälte in den letzten Wochen des vorigen Jahres konnten dem Zerbster Tierheim nicht viel anhaben. "Wir haben die schneereichen Tage sehr gut gemeistert", blickt Tierärztin Petra Prange zurück. Die Anfahrt zum Tierheim stellte sich zwar schwierig dar, aber mit Hilfe der Stadt konnte diese ganz gut geräumt werden. "Da gilt der Stadt ein großer Dank. Im Jahr zuvor war es deutlich schlimmer", erzählt Prange. Die Versorgung der Tiere war also auch bei der extremen Witterung rund um die Uhr sichergestellt.

Zahlreiche Ideen für das Jahr 2011

Dennoch waren die Temperaturen und der viele Schnee alles andere als angenehm für die vielen Tiere. "Gut, dass es uns noch gelungen ist, die Hütten vor Einbruch des Winters zu isolieren", sagt Prange. Zudem wurde Ende des vergangenen Jahres der neue Stall für Esel Tobias fertiggestellt. "Das war sehr wichtig, doch an den kalten Tagen hat er sich kaum sehen lassen", sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Restaurierung und Reparaturen stehen auch ganz im Zeichen des neuen Jahres. Ein neues Zuhause für die Kleintiere soll errichtet werden. Zudem liegt das Hauptaugenmerk auf der vollständigen Restaurierung der Hundezwinger. "Das musste im vergangenen Jahr schon verschoben werden, was mir sehr weh getan hat, so dass wir es dieses Jahr angehen", informiert Prange und fügt an: "Alles, aber in kleinen Schritten. Je nachdem wie es die finanzielle Situation zulässt."

Nächste Versammlung am 15. Januar

Weitere Überlegungen werden am 15. Januar um 15 Uhr bei der Mitgliederversammlung diskutiert. "Alle Tierfreunde und Mitglieder des Tierschutzvereins sind dazu eingeladen. Jeder kann eigene Ideen für das Tierheim mitbringen", berichtet Prange. Ziel ist und bleibt die vernünftige Unterkunft und Versorgung der Tiere. Allerdings betont die Vorsitzende des Tierschutzvereins: "Wir müssen realistisch bleiben. Das Geld kann eben nur einmal ausgegeben werden."

Um die 30 Mitglieder zählt der Zerbster Tierschutzverein in diesem Jahr, sucht aber stetig nach neuen Mitgliedern. "Wir sind offen für jedermann, der realistischen Tierschutz betreiben will", verrät Prange. Auch die Situation bei den freiwilligen Helfern hat sich 2010 verbessert. Bloß gut, denn durchschnittlich 60 Katzen und 14 Hunde wollen umsorgt werden. Bei den Katzen herrscht momentan sogar ein Aufnahmestopp. "Wir sind dort schon über der Kapazität. Gerade im Januar werden die Katzen wieder rollig. Jeder, der seine Katze nicht kastrieren lässt, sollte vorher wissen, wohin mit den Jungkatzen", mahnt Prange.

Insgesamt müssen der Verein und das Tierheim auch im neuen Jahr "kleine Brötchen backen", doch Resignation gibt es nicht. "Wir haben in den vergangenen Jahren schon einiges geschaffen und in diesem Jahr kommt neues hinzu", prophezeit Prange, die in diesem Zusammenhang allen Tierfreunden ein frohes neues Jahr wünscht.