Gleich drei erste Plätze ergab die diesjährige "Mathematik-Olympiade", zu der am Donnerstag die Grundschulen von Loburg, Dobritz und Lindau angetreten sind. Der erstmals vergebene Wanderpokal geht an die Kinder der Grundschule in Lindau.

Loburg/Lindau/Dobritz l Nach der Frage, wie lange es diesen Wettstreit zwischen den drei Grundschulen eigentlich schon gibt, muss der Loburger Grundschulleiter Ulf Hentrich erst einmal selber rechnen. Die dann doch etwas ungenaue Antwort - "uff, schon ewig" - beweist zumindest, dass es sich hierbei um eine Tradition handelt. Eine schöne noch dazu.

Tatsächlich handelt es sich um ein "Überbleibsel" aus Zeiten, als Loburg noch zum Altkreis Anhalt-Zerbst gehörte. "Mit dieser Tradition wollten wir schlichtweg nicht brechen", so Ulf Hentrich. Zuerst handelte es sich nur um einen Grundschul-Wettkampf im Zweifelderball, später kamen ein Lesewettbewerb und schließlich die Matheolympiade dazu. Dabei wird der Veranstaltungsort stets abwechselnd neu festgelegt. Diesmal waren die Loburger mit der Organisation des Wettrechnens an der Reihe.

Je drei Kinder aus den dritten und vierten Klassenstufen beteiligten sich an dem Kräftemessen. Vorentscheide auf Schulebene gab es nicht.

Zu den Aufgaben gehörten natürlich Rechenaufgaben wie "Wieviel ist 4+4+4+4+3+3+3+2+2+1?", aber auch knifflige Denkaufgaben. Beim Korrigieren hatten dann auch die Lehrer etwas zum Schmunzeln: Denn die Lösungsvorschläge, warum ein Bus im Harz für die Hinfahrt in 80 Minuten und für die Rückfahrt eine Stunde und 20 Minuten benötigt, reichten vom "Gefälle macht den Unterschied" bis hin zu vermuteten Staus auf der Rückfahrt.

Spaß machte es aber allen Kindern, zumal es bei der Siegerehrung keine Verlierer, dafür aber gleich drei erste Plätze zu vergeben gab. Aus jeder der drei Grundschulen hatte ein Kind die gleiche höchste Punktzahl erreicht.

Erstmals gab es einen Wanderpokal für die Schule mit den meisten Gesamtschülerpunkten. Er geht nach Lindau in die Grundschule an der Burg.