Zerbst l In der Region Anhalt sind freistehende Ein- und Zweitfamilienhäuser heiß begehrt und Ackerland eine echte Wertanlage: Diese und mehr Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt in der Region Anhalt stellt der aktuelle Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte fest.

Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser stellten 2013 im gesamten Bereich Anhalt das umsatzmäßig wichtigste Marktsegment dar. Während die Anzahl der Verkäufe in Dessau-Roßlau und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld konstant blieb, wurden im Landkreis Wittenberg etwa 15 Prozent weniger dieser Objekte gehandelt. Dennoch ist in allen drei Kreisen ein Anstieg des durchschnittlichen Preises für die freistehenden Häuser zum Jahr 2012 zu verzeichnen, der vor allem im Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit einem Plus von 14 Prozent besonders deutlich ausfiel.

"Anders verhält es sich bei den Reihen- und Doppelhäusern", heißt es im Bericht weiter. In diesem Marktsegment ist im gesamten Bereich Anhalt ein Rückgang der Erwerbe zu verzeichnen. Auch ein leichtes Sinken der durchschnittlichen Kaufpreise in den beiden Flächenkreisen wurde registriert, während der Durchschnittspreis der Reihen- und Doppelhäuser in der Stadt Dessau-Roßlau um 1,7 Prozent anzog. Insgesamt habe sich in den vergangenen Jahren beobachten lassen, dass die Nachfrage an freistehenden Einfamilienhäusern gegenüber den Reihenhäusern und Doppelhaushälften im Verhältnis größer wird.

Die Preisunterschiede zwischen Stadt und Landkreisen sind deutlich. 2013 kostete in Dessau-Roßlau ein durchschnittliches Ein- und Zweifamilienhaus knapp 114 000 Euro, wohingegen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld 88 000 Euro gezahlt wurden. Auf dem Teilmarkt der Reihen- und Doppelhäuser zeige sich das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (siehe Infokasten). Im Marktsegment der Eigentumswohnungen wurde erstmalig seit Jahren eine deutliche Belebung festgestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden knapp 66 Prozent mehr Eigentumswohnungen gehandelt, deren durchschnittlicher Preis sich bei rund 60 000 Euro bewegte.

Ackerland ist und bleibt wertvoll. Dieser Markt ist durch signifikante Preissteigerungen gekennzeichnet. Hier werden im Mittel nun 1,84 Euro pro Quadratmeter für Ackerflächen mit Bonitäten jenseits von 80 Bodenpunkten, und 1,28 Euro pro Quadratmeter für solche, deren Bonität sich im Bereich zwischen 61 und 80 Bodenpunkten bewegt, verlangt.