Zum vollen Kulturprogramm in der Pfingstwoche gehörte am vergangenen Freitag auch die Einweihung des neugestalteten Hofes der Stärkefabrik. Nicht nur für die Pilger auf dem Lutherweg gab es außerdem ein Gospelkonzert.

Garitz l "Nach vier Jahren Anlaufzeit haben wir es endlich geschafft, den Hof zu gestalten", freute sich Ortsbürgermeister Mario Rudolf über die fertigen Pflaster- und Asphaltierungsarbeiten an der Garitzer Stärkefabrik. Nur noch die Grünflächen und Beete sind zu machen.

Insgesamt 33000 Euro, davon 3000 Euro für die Planungskosten, wurden in die Gestaltung investiert. Ein Teil des Geldes stammt aus EU-Mitteln. Eigentlich sollte das Ganze großzügiger angelegt sein. Schließlich musste man sich auf eine kleinere Pflasterfläche und eine 1,50 Meter breite Pflasterung beziehungsweise Asphaltierung des Radweges auf und vom Hof der Stärkefabrik beschränken.

Doch das Modderloch ist weg, alles sieht ordentlich und einladend aus. Denn schließlich sollen Touristen an der Stärkefabrik Station machen, um das Dorfkirchenmuseum zu besichtigen oder den Infopunkt vom Naturpark Fläming zu nutzen, oder es finden Veranstaltungen in der Stärkefabrik statt.

Informationen nicht nur für Radtouristen

Am Freitagabend traf die Pilgergruppe auf dem Weg von Wittenberg nach Zerbst an der Stärkefabrik ein. Hier wurde zu einem Grillabend der Pilger, mit Einheimischen und Gästen, eingeladen. In diesen Rahmen passte es, das symbolische Band zur Einweihung des neugestalteten Hofes durchzuschneiden.

Noch etwas anderes Neues konnte bei der Gelegenheit offenbahrt werden. Vor dem Eingang zur Stärkefabrik steht nun eine attraktive Informationstafel. "Willkommen im Vorfläming" werden die Gäste da in großen Buchstaben an der von der Stadt Zerbst initiierten und neu ins Leben gerufenen Radroute Vorfläming, die über die Stadt Zerbst, Buhlendorf, Lindau, Deetz, Dobritz, Mühro, Garitz, Bone und Luso führt, begrüßt.

Der Radwegeknotenpunkt Garitz wurde als geeigneter Standort für die Infotafel auserkoren. Hier gibt es nun umfangreiche Infos zu Garitz, zu den Kirchen der Region, zu Möglichkeiten der Einkehr und Unterkunft. Die Enthüllung nahmen Ortsbürgermeister Mario Rudolf und die städtische Tourismusbeauftragte Viola Tiepelmann vor. Die Tafel wurde vom Landkreis und von der Stadt finanziert.

Ein Höhepunkt des Abends war dann das Konzert der "Salttown Voices". 1987 ursprünglich als "Gospelchor Halle" gegründet, soll der Name "Salttown Voices" eine Hommage an die Heimatstadt des Chores, die Salzstadt Halle, sein. Frische Gesichter, klare Stimmen und Begeisterung für Gospels und Spirituals zeichnen die Salttown Voices aus. Der Funke sprang auch beim Konzert in der Stärkefabrik schnell auf das Publikum über. Das Mitsingen und Mitklatschen und die Begeisterung stellten sich da ganz automatisch ein.

 

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