Pulspforde (pwi) l "Es ist schwer, das Passende für eine 800-Jahrfeier zu finden", sagte der Pulspforder Ortsbürgermeister Edgar Petermann am Mittwochabend. Mit der Auftaktveranstaltung, dem Gospelkonzert in der Dorfkirche, lag man jedoch genau richtig, wie sich herausstellte. "Es war wunderschön", zeigten sich die meisten Besucher begeistert. Die kleine Kirche war bestens besetzt, nicht nur Pulspforder, sondern auch eine ganze Reihe Zerbster und Leute aus anderen Orten hatten sich eingefunden.

Mit Glückwünschen zum 800. Geburtstag begrüßte die Leiterin des Gospelchores "Heaven Sings" der evangelischen Gemeinde Peter Kreuz aus Dessau, Elke Kaduk, die Zuhörer. Sie bat die Leute, sich keinen Zwang anzutun, mitzusingen und mitzuklatschen. Sogleich waren alle zu einem gemeinsamen Lied aufgefordert. Ansonsten durften sich die Zuhörer dem Gesang hingeben. Gospels und Spirituals aus der ganzen Welt und die schönsten aus dem aktuellen Programm des Chores, der im nächsten Jahr 20-jähriges Bestehen feiern will, erklangen. Temperamentvolle und ruhigere Stücke wechselten sich ab. Erstaunlich war, was für Einzelstimmen der Chor zu bieten hatte. In die Soli fielen die anderen Sänger ein, Rhythmus und Unterstützung gab es von Schlagzeug, Gitarre und Piano. An einigen Stellen wurden die englischen Texte der Lieder zum Verständnis übersetzt. Doch das wäre vielleicht gar nicht nötig gewesen, die Vorträge wirkten auch so. Der Applaus machte es deutlich. Eine Zugabe war obligatorisch und auch geplant, denn ein Song fehlte: "Oh happy day". Mit einer weiteren Zugabe als Ausmarsch verabschiedete sich die 24 Köpfe zählende Truppe. Wem was und warum gefiel beim Konzert, wurde gleich beim gemütlichen Ausklang am Backhaus ausgewertet.