Zerbst l Der Gesang der Schüler der evangelischen Bartholomäi- schule drang am Freitagnachmittag durch das Kirchenschiff von St. Bartholomäi. Sie trugen unter der Leitung von Friederike Grötzsch das Musical "Ein Freudentag für Zachäus" auf. Es war einer der Höhepunkte des diesjährigen Sommer- und Begegnungsfestes. Dazu waren die jetzigen Grundschüler und ebenso die baldigen Einschüler samt Eltern eingeladen.

Schulleiterin Friederike Grötzsch hat das Musical für dieses Fest ausgesucht. Es war in den Tagen und Wochen vor dem Fest als fächerübergreifendes Projekt an der Schule vorbereitet worden. "Die Geschichte von Zachäus haben wir zum Beispiel im Religionsunterricht behandelt, den Gesang im Musikunterricht einstudiert", erzählt Friederike Grötzsch. Doch nicht nur alle 68 Schüler waren beteiligt, auch alle Lehrer und viele Eltern, die unter anderem die Kostüme nähten.

Zachäus, ein jüdischer Zollpächter aus Jericho, ist alles andere als beliebt unter seinen Mitmenschen. Er ist gierig, liebt vor allem das Geld. Doch als er Jesus begegnet, ändert er sich und sein Leben zum Guten.

Nachdem das Musical beendet war, fand das Sommer- und Begegnungsfest im nahegelegenen Schulgebäude statt. Dort erwartete ein sehr gesundes Bufett die Gäste: Brot mit Wurst und Salat, Paprikastiften und Gurkenscheiben belegt. Das hatte seinen Grund. Die Grundschule beteiligt sich an Deutschlands größter Pausenbrot-Initiative. Und so hatten die Grundschüler vor Beginn des Festes geschmiert, belegt und geschnitten, was das Zeug hält - für ihre erwarteten Gäste. Ziel der Initiative ist es, den Kindern zu zeigen, dass gesundes Essen wichtig ist, gut schmeckt und ein besseres Lernen ermöglicht.

Ab dem Schuljahr 2014/15 werden 83 Kinder in der Bartholomäischule unterrichtet. Es bis Tradition, dass beim Begegnungsfest die zukünftigen Erstklässler, die in der Vorschule die Einrichtung bereits besuchen, und ihre Eltern ihre Paten kennenlernen - aktuelle Erstklässler und deren Eltern. "Bei Spiel und Spaß ist so ein Kennenlernen und Erfahrungsaustausch möglich", sagt Friederike Grötzsch.