Damit aus dem Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Steutz einmal echte Lebensretter werden, wird fleißig trainiert. Das bisher erlernte Wissen konnten die Kinder zum Anfang der Sommerferien in einem Zeltlager anwenden.

Steutz l Versteckte Gerätschaften ertasten, ein Gerätetest und der Bau eines Turmes - all das kann Feuerwehrarbeit sein. Zumindest, wenn man zur Kinderfeuerwehr in Steutz gehört. Zehn Kinder durften all das ein Wochenende lang probieren.

"Dabei sollten sie neue Kenntnisse erwerben sowie den kameradschaftlichen Umgang miteinander üben", sagt Betreuerin Anja Becker. Dazu gehörte vor allem die Nachtwanderung an Tag Eins des Lagers. Rund vier Kilometer ging es durch die Elbaue. Auf die in zwei Gruppen aufgeteilten Kinder warteten unterwegs drei Aufgaben.

Aufgaben aus dem Feuerwehralltag

Zunächst an einem Feuerwehrfahrzeug, das "plötzlich aus der Dunkelheit auftauchte", wie Anja Becker sagt, sollten unter einer Decke versteckte Geräte ertastet werden. "Das waren nur Geräte, die auf einem Feuerwehrwagen zu finden sind. Allerdings in der kleinsten Ausführung", verrät die Leiterin der Kinderfeuerwehr Mandy Schröter. Auch die nächste Aufgabe, die es zu erledigen galt, kam direkt aus dem Feuerwehr-Alltag. Knoten binden, darunter zum Beispiel der Mastwurf oder der Kreuzknoten. "Hier erzielten beide Gruppen jeweils die volle Punktzahl", so Anja Becker. Die letzte Herausforderung der Nachtwanderung war der Bau eines "Monsterturms" aus verschiedenen Geräten, die in kürzester Zeit verbaut werden mussten.

"Die Kinder freuen sich immer schon das ganze Jahr auf das Zeltlager", erzählt Mandy Schröter. Ausschlaggebend sei dabei, dass sie mal weg von Zuhause sind und lange aufbleiben dürfen. Das Zeltlager fand bereits zum vierten oder fünften Mal statt, da ist sich Mandy Schröter nicht ganz sicher. "Wir fördern hier vor allem den Zusammenhalt und den Teamgeist", so Schröter weiter. Das sei auch später wichtig, wenn die Feuerwehrkameraden gemeinsam zu Einsätzen ausrücken würden.

Ausflug nach Zerbst zur Rettungswache des DRK

Nachdem die Kinder an Tag Zwei aus ihren Zelten gekrochen waren, ging es für die Nachwuchsfeuerwehr auf nach Zerbst. Bei der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) konnten sie alles über die Funktionen und Apparate eines Rettungswagens erfahren.

Bei den heißen Temperaturen durfte ein Besuch im Rodleber Freibad nicht fehlen. Abends trafen die Kinder dann zum ersten Mal wieder auf ihre Eltern und absolvierten gemeinsam mit ihnen kleine Wettkämpfe.

Nach dem Frühstück endete das Zeltlager am Morgen des dritten Tages. Mandy Schröter betont, wie wichtig diese Art der Nachwuchsarbeit für die Feuerwehr ist. "Selbst wenn von diesen zehn Kindern, die mit waren, nur zwei oder drei in die aktive Feuerwehr kommen, dann hat sich der Aufwand gelohnt."

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