Luftsportinteressierte kamen am Wochenende auf dem Zerbster Flugplatz auf ihre Kosten. In familiärer Atmosphäre präsentierten sich die ansässigen Vereine - von den Flugmodellbauern über die Fallschirmspringer bis zu den Piloten.

Zerbst l Zahlreiche Flugbewegungen gibt es am Wochenende auf dem Zerbster Flugplatz. Wer Lust hat, kann mit einer Cessna 172 oder einer Piper 28 in die Lüfte aufsteigen und den Blick aus der Vogelperspektive genießen. Bei den beiden Maschinen handelt es sich um die zwei Vereinsflugzeuge des 1999 ins Leben gerufenen Zerbster Luftsportvereins. "Wir haben 28 Mitglieder", erzählt dessen Vorsitzender Roland Prokop, der das Funkgerät nicht aus den Händen legt.

Ihn selbst packte der "Virus" 1996. "Fliegen war ein Jugendtraum von mir. Zu DDR-Zeiten durfte ich es aber nicht", erzählt er, wie die Wende endlich die Gelegenheit bot, einen Flugschein zu machen. Inzwischen hat Roland Prokop bereits 1900 Flugstunden und über 10 000 Landungen absolviert.

Die Anzahl hängt ebenfalls mit seiner Arbeit als Fluglehrer zusammen. Drei Schüler hat er momentan in der Ausbildung. Sie wollen den Grundschein für Motorflug ablegen. "Bereits nach circa 20 Flugstunden fliegt ein Schüler allein", berichtet Roland Prokop. Dabei lässt er den zweiten Fluglehrer im Verein - Peter-Christian Klein - nicht unerwähnt.

Zum Vereinsleben gehört - selbstverständlich - das Fliegen, das donnerstags geschieht. Danach findet ein geselliger Stammtisch statt. "Am Wochenende ist dann mal der eine oder andere mit einer Maschine unterwegs", schildert Roland Prokop.

Einige Besucher wie beispielsweise Helmut Morbach nutzen die Gelegenheit zu einem Rundflug. "Das mache ich immer, wenn es sich anbietet", erklärt der Güterglücker. Unterdessen beobachten andere die Starts und Landungen der Maschinen. Besonders eindrucksvoll wirkt die AN-2, die die Fallschirmspringer hoch hinaus bringt.

Unter www.luftsportverein-zerbst.de finden sich alle wichtigen Fakten.