BIT - diese Abkürzung ist fast jedem in Gommern schon ein Begriff. Denn der Berufsinformationstag, kurz BIT, geht bereits in die 5. Auflage. Zur Vorbereitung des Bit am 9. Oktober trafen sich jetzt Organisatoren und Beteiligte.

Gommern l Das Ziel, Schulabsolventen aus der Einheitsgemeinde in der Region zu halten und Ausbildungsplätze und Orientierung für die Berufswahl in Gommern zu geben, hat sich der Arbeitskreis Wirtschaft des Stadtfördervereins "Wir für Gommern" auf die Fahne geschrieben und bereits seit vier Jahren erfolgreich umgesetzt. "Wir konnten zahlreiche Praktika vermitteln, und auch einige Ausbildungsplätze konnten mit Gommeraner Nachwuchs besetzt werden", kann Andreas Noth vom Arbeitskreis Wirtschaft sagen. Der Weg zum Ziel ist der Berufsinformationstag (BIT), den der Arbeitstag ins Leben gerufen hat. Weil er so gut angenommen wird, soll er in diesem Jahr in der fünften Auflage durchstarten.

Dazu gab es kürzlich ein Treffen mit den Beteiligten. Dazu gehören natürlich die Vertreter des Stadtfördervereins, die Unternehmer und Schüler wie auch Lehrer.

"Wir haben einige Unternehmen, die regelmäßig mitmachen, aber wir haben auch welche, die keinen neuen Lehrling suchen und deshalb auch mal aussetzen", erklärt Noth auf Nachfrage. Doch für die, die wegfallen, finden sich in der Regel immer neue Interessenten, die dann mitmachen. "In diesem Jahr konnten wir die Deutsche Bahn AG, die Barmer Krankenkasse und auch die Bundeswehr dazu gewinnen", berichtet Noth. Dies sind zwar nicht direkt Unternehmen aus Gommern, aber Arbeitgeber in der Region. Vermittelt werden sollen nicht nur reine Berufsbilder, sondern auch Studiengänge oder duale Studienmöglichkeiten.

Aber auch ein regionaler Arbeitgeber konnte dazu gewonnen werden: die Agrargenossenschaft Menz. Claudia Schopp war als Vertreterin vor Ort. "Wir sind das erste Mal dabei, ich weiß noch gar nicht, was auf uns zu kommt", gesteht sie. Doch warum sie mitmachen wollen, das weiß sie ganz genau: "Weil wir Leute für die Landwirtschaft begeistern wollen und natürlich auch Nachwuchs suchen. Unsere Branche ist da etwas eingeschlafen, deshalb wollen wir jetzt jede Chance nutzen, um unseren Betrieb als Arbeitgeber und unsere Arbeit bekannt zu machen", sagt sie. Denn vor allem als landwirtschaftliches Unternehmen ist man auf Menschen aus der Region angewiesen, denn die Arbeitszeiten richten sich nach dem, was gerade in der Saison anliegt.

Neben den Neulingen gibt es aber auch die alten Hasen, die sich wieder präsentieren werden: Sparkasse, Volksbank, Streicher AG, Glasfasertechnik, Maler Zahn, Hanomag, Residenz Stiemerling, AOK, IHK, Agentur für Arbeit.

14 Unternehmen insgesamt werden sich 134 Schülern am 9. Oktober präsentieren. Von 8 bis 13 Uhr werden die Schüler in den Räumen des Gymnasiums quasi im Speed-Dating-Verfahren von Raum zu Raum springen und die Arbeitgeber kennenlernen.

"Für jedes Unternehmen, das teilnimmt, wird eine geringe Gebühr fällig, von der wir beispielsweise einen Flyer und Wegweiser drucken lassen und auch Verpflegung für die Unternehmen stellen", erklärt Noth, was ein Unternehmen, das sich darstellen möchte, neben dem Willen mitbringen muss. Bleibt von der Gebühr etwas über, kommt es den Schulen zugute, betont Noth, es landet nicht in der Vereinskasse.

Dass man keine 100 Prozent in Vermittlung oder Interesse erreichen wird, darüber sind die Macher sich im Klaren. "Aber so lange etwas vermittelt wird, machen wir weiter", sagt Noth optimistisch.