Strinum/Bärenthoren l Im Betreuungszentrum "Marie von Kalitsch" in Bärenthoren werden suchtkranke Menschen behandelt. Ziel ist die Rückführung in einen normalen Alltag. Am Wochenende präsentierten sich Mitarbeiter und Bewohner in Strinum. Einen Parkplatz mussten Autofahrer am Sonntag dort lange suchen. Viele Gäste waren zur Kunst- und Kultur-Kirche gekommen, um sich über das Betreuungszentrum "Marie von Kalitsch" des Deutschen Roten Kreuzes Wittenberg in Bärenthoren zu informieren. Leiterin Ruth Buchmann hielt zunächst einen Vortrag über Geschichte und Gegenwart des Heimes.

Er dauerte rund eineinhalb Stunden. "Das tut mir wirklich leid, aber ich hatte so viel, was ich gerne erzählen wollte", sagte sie im Anschluss. Für die Kinder der Tanzgruppe Zumba aus Nedlitz, die im Anschluss ihren großen Auftritt haben sollten, schon fast zu lang. Der Auftritt war kein Zufall. "Da tanzen auch Kinder aus unseren Ortschaften", weiß Ruth Buchmann zu berichten. Als Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Polenzko, zu der auch Bärenthoren und Mühro gehören, ist sie stets um die Integration der Begegnungsstätte in die Dorfgemeinschaft bemüht. "Mir war schon immer wichtig, dass behinderte Menschen und Senioren nicht ausgegrenzt werden", sagt sie.

Aktivitäten bis ins hohe Alter sind kein Problem

Dafür seien Informationsveranstaltungen wie die am Sonntag wichtig. "Wir möchten gerne unsere Arbeit vorstellen und ein Zeichen setzen, dass man bis ins hohe Lebensalter noch aktiv sein kann", so Buchmann. Neben der Kindertanzgruppe hatten deshalb auch die Seniorentanzgruppe der Begegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes in Zerbst, die Trommelgruppe, der Chor und die Tanzgruppe des Betreuungszentrums "Marie von Kalitsch" einen Auftritt.

Letztere fiel den Gästen der Veranstaltung gleich beim Betreten durch die prachtvollen Kostüme auf. Es schien, als ob afrikanische Tiere ihren Weg nach Strinum gefunden hätten. Die Tanzgruppe interpretierte den König der Löwen auf ihre eigene Art und erntete dafür viel Applaus. "Die Bewohner haben ihre Kostüme komplett alleine gebastelt", erklärt Ruth Buchmann.

Die große Besucherzahl bei der Veranstaltung hat Ruth Buchmann überrascht. "Das ist eine Wertschätzung unserer Arbeit", sagt sie. Es habe sie gefreut, dass so viele Menschen Interesse gezeigt hätten. "Die Veranstaltung war auch an Menschen gerichtet, die ein Problem haben, aber die bleiben eher in ihrer Anonymität", erklärt Ruth Buchmann.