Mit einem wahrlich kurzfristigen Schritt vor den Traualtar krönten Sven Engelmann und Jaqueline Börnicke ihre glückliche Beziehung. Zusammen mit Verwandten und Bekannten feierten sie am 9. September ihre romantische Traumhochzeit.

Zerbst l Von Natur aus spontan machten sich Jaqueline und Sven an einem Sonntagmorgen beim ausgiebigen Frühstück kurz entschlossen gegenseitig einen Antrag - bereits zwei Wochen später sollte die Hochzeit auf die impulsive Verlobung folgen. Mit der Heirat erlebte eine romantische Geschichte ihren vorläufigen Höhepunkt. Doch zurück zum Anfang.

Die frisch Vermählten lernten sich bereits 2001 im Oberbayrischen Ohlstadt unweit von Garmisch-Partenkirchen kennen. Berufsbedingt hatte es die gebürtige Nuthaerin und ihren aus dem sächsischen Oberlungwitz stammenden zukünftigen Mann ins Voralpenland verschlagen. "Wir beide waren damals noch in anderen Beziehungen, hatten jedoch bei jeder Begegnung beiderseits ein recht merkwürdiges Gefühl im Bauch", erzählt der 36-jährige Telekom-Angestellte.

Und dieses Kribbeln sollte nicht aufhören. "In den darauffolgenden neun Jahren entwickelte sich zwischen uns etwas Besonderes", schildert Sven, wie sie am 6. Juni 2010 schließlich dem Drang ihres Herzens nachgaben und ein Paar wurden. "Wir liegen auf einer Wellenlänge", erklärt er das Rezept ihrer Liebe, das durch Wertschätzung und gegenseitigen Respekt geprägt ist.

Sven brachte mit Niklas, der mittlerweile zwölf Jahre alt ist, einen Sohn aus erster Ehe mit in die Beziehung. "Er hatte von Beginn an ein harmonisches Verhältnis zu Jaqueline." Und er sollte Geschwister bekommen. 2012 erblickte mit Fynn Martin der erste gemeinsame Sohn der Beiden das Licht der Welt.

"Zu Viert haben wir viele schöne Momente erlebt", erwähnt der 36-Jährige als Beispiel ihren gemeinsamen Urlaub am Waisenhäuser Strand. "Da aber immer ein Sitz im Auto leer war und wir leere Sitze gar nicht mögen, haben wir kurzerhand unseren Kinderwunsch in die Tat umgesetzt", sagt Sven. So wurde am 7. Juli diesen Jahres der kleine Moritz Mattheo geboren.

Ein Heiratstermin spielte zu der Zeit keine Rolle. Es sollten noch einige Sonntage bis zu jenem vergehen, an dem sie sich gegenseitig die Frage aller Fragen stellten und beide mit "Ja" antworteten... Beim Finden eines Termines bewiesen sie einmal mehr Spontanität - wohlwissend, dass es kaum möglich sein wird, in der Kürze der Zeit, alle potentiellen Gäste unter einen Hut zu bekommen.

Mit einer individuell gestalteten Karte informierten sie Verwandte und Freunde über ihre bevorstehende Hochzeit. "... den Bund für\'s Leben geh`n wir ein - die Trauung soll nun bald schon sein. Am 06.06. da fing es an - am 09.09. kommen Ringe dran. Aus Zwei mach Drei und schwups sind`s Fünf - nun hängen über`m Stuhl zehn Strümpf", reimte das Brautpaar.

"Der Hochzeitstag selbst war wunderschön", erinnern sich Sven und Jaqueline an den so emotionalen Moment, als sie sich im Zerbster Rathaus trauen ließen. Vor dem Standesamt wurden sie von Verwandten und Bekannten überrascht, bevor mit Familie und allen Kindern im vorerst kleinen Kreis auf der Wasserburg zu Gommern gefeiert wurde. Dort soll ebenfalls die noch ausstehende große Feier mit einem zünftigen Ritteressen stattfinden.

Für ihre "Flitterwochen" haben die jungen Eheleute schon Pläne. Die Hochzeitsreise soll an die Ostsee führen. "Dort wollen wir mit unseren Eltern eine wundervolle Zeit verbringen", erklärt das Paar. "Wir passen nicht so ganz ins normale Hochzeitsklischee, trotz allem sind wir wahnsinnig glücklich und froh alles genauso gemacht zu haben."

Mit ihrer ungewöhnlichen Geschichte nehmen Sven und Jaqueline Börnicke an der alljährlichen Volksstimme-Aktion "Traumhochzeit" teil. Unter allen Paaren, die sich 2014 daran beteiligen, wird wieder ein Reisegutschein verlost.