Zerbst (ssi) l Anlässlich des Tages der Einheit besuchten 17 Kameraden der Marinekameradschaft Siegen von Donnerstag bis Sonntag die Zerbster Marinekameraden. "Zum Einlaufen in Zerbst gab es traditionell das `Einlaufbier` im Vereinslokal `Gildehaus` als Willkommensgruß", berichtete Hans-Joachim Heinemann von der gastgebenden Kameradschaft. "Bereits an diesem ersten gemeinsamen Abend war die Stimmung großartig. Der Abend diente besonders dem Kennenlernen der Mitglieder, welche zum ersten Mal unsere Stadt besuchten", fügte er an. Die Zerbster Kameraden um den Vorsitzenden Reinhard Ribbe hatten viel vorbereitet.

Den Tag der Einheit nutzten die Kameraden, um den Landkreis kennenzulernen. Start war ein Mittagessen in Brambach an der Elbe. "Nach der Stärkung fuhren wir bei tollem Wetter zur Goitzsche. Bei einem kleinen Rundgang wurde die Landschaft erkundet. Danach hieß es `Alle Mann an Bord`", erzählte Heinemann weiter. Rund eineinhalb Stunden dauerte der Ausflug mit der "MS Vineta". Dabei erfuhren die Gäste viel Wissenswertes durch den Kapitän zur Entwicklung dieses Tagebausees zum Naherholungszentrum. "Dieser Ausflug kam gut an und wir starteten durch zum `Bordabend`, welcher in geselliger Runde im Gildehaus stattfand", sagte Heinemann. Die musikalische Umrahmung bot das Musikduo "Rita und Klaus". "Mit viel Esprit, Witz und Charme brachten sie mit ihren Trompeten und Gesang unseren Marinedampfer zum Schunkeln. Da unsere Gäste aus Siegen eh ein lustiges Völkchen, und die Mehrheit im kameradschaftseigenen Seemannschor beheimatet ist, kam durch Mitsingen und Mitschunkeln eine mächtig gute Stimmung auf, die bis weit nach Mitternacht reichte", sagte der Zerbster.

Am Tag darauf stand ein weiterer Ausflug an. "Als Ziel hatten wir den Wörlitzer Park ausgewählt. Unsere Siegener Freunde staunten nicht schlecht über die riesige Parkanlage im Dessau-Wörlitzer Gartenreich." Auf drei Gondeln verteilt schipperten sie gemeinsam über den Parksee und durch die Kanäle. Die Gondelfahrer am Ruder informierten über die Geschichte des Gartenreiches, deren Entstehung und Entwicklung und auch über die verschiedenen Gebäudeanlagen und Pflanzenarten. Im Anschluss erkundeten die Teilnehmer in zwei Gruppen zu Fuß den Park. Bei herrlichem Sonnenschein nutzten die Ausflügler die Möglichkeit, die Kettenbrücke, den Flora- und Venustempel oder die Luisenklippe anzusehen. "Unser Kamerad Jürgen Vollert konnte den Gästen nähere Erläuterungen zu einigen Objekten geben. Vier Stunden Gartenreich, nach Aussagen unserer Gäste, ein Erlebnis der besonderen Art", fasste der Kamerad zusammen.

Abends folgte das Abschiedsessen. "In lustiger und geselliger Runde trafen wir uns im Stammlokal. Es wurden die vergangenen Tage ausgewertet, Kontaktadressen ausgetauscht und mit unserer singenden und mit Akkordeon bewaffneten Wirtin Kerstin klangen ereignisreiche Tage aus", fasste Heinemann zusammen. "Der Siegener Kamerad Jürgen Althaus machte uns mit seiner sonoren Stimme und dem Seemannslied `Rolling Home` den Abschied schwer."

Doch es gebe nach jedem Abschied auch ein Wiedersehen. Das versprachen sich am Sonntag die Kameraden beim Auslaufen der Siegener Flotte. 2015 gibt es ein Wiedersehen in Siegen.