Das Tiergehege im Dorf - Aushängeschild und Herausforderung zugleich. Seit 40 Jahren erfreuen Ziegen, Schafe, Ponys, Esel Co. Besucher am Güterglücker Teich. Das Jubiläum wurde auf Initiative von Ortschaft und Heimatverein mit einem bunten Fest begangen.

Güterglück l Der Güterglücker Ortsbürgermeister Moritz Schwerin dankte allen, die sich in der Vergangenheit und bis jetzt um das Tiergehege bemüht und die Entwicklung ermöglicht haben. Die Liste mit den hervorzuhebenden Personen ist zu lang, um tatsächlich alle namentlich zu erwähnen. Sie beginnt bei den Bürgermeistern der Gemeinde und den Ratsmitgliedern zu jeder Zeit, führt über die ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebe, Schafscherer Hans-Joachim Kloos, die Hufschmiede, die Kameraden der Feuerwehr und die anderen Vereine des Ortes, die Tierärzte bis zum derzeit betreuenden Dr. vet. Wolfgang Lüdecke, Landwirte, als Sponsoren unterstützende Firmen, die in unterschiedliche Arbeitsverhältnisse eingebundenen Kräfte, Privatleute, Ehrenamtliche bis hin zu den besonders engagierten Familien Karl und Joachim Biedermann, die sich 17 Jahre lang um die Versorgung der Tiere mit allem, was dazu gehört, kümmerten, und Mario Bruchmüller, der sich nun seit 16 Jahren dafür verantwortlich zeigt.

1998/99 wurde über die Schließung des Tiergeheges nachgedacht, erinnerte Güterglücks langjähriger Bürgermeister Lutz Voßfeldt an die Wendezeit. Aber der Unmut in der Bevölkerung habe damals davon abgehalten, es zu tun. Auch jetzt habe man deutlich Zeichen gesetzt, das Tiergehege auch künftig weiter zu erhalten.

In Vertretung des Zerbster Bürgermeisters Andreas Dittmann überbrachte Steueramtsleiterin Anja Friedrich Grüße und Glückwünsche zum Jubiläum. Sie sicherte die weitere Unterstützung der Stadt für das Güterglücker Tiergehege zu, wünschte den Involvierten viel Schaffenskraft, gesunde Tiere und viele interessierte Bürger. Für die Bewohner des Tiergeheges hatte sie eine Futterkiste mit Gemüse dabei. Den Rückblick auf die Entwicklung der Anlage gab es von Joachim Biedermann, lückenlos nachvollziehbar und aus eigenem Erleben und Einsatz.

Natürlich machte auch die Geschichte des Esel-Transportes mit dem offenen Pkw-Anhänger nach Güterglück die Runde. "Franzi" wurde zum Star der Autobahn, dem sogar damals heißbegehrte Bananen angeboten wurden.

Den Besuchern zum Jubiläumsfest wurde von den Rednern deutlich vor Augen geführt, was die tägliche Versorgung der Tiere eigentlich bedeutet, welcher Aufwand dahinter steckt und zwar an jedem Wochentag, Wochenende und Feiertag. 22 Tiere, die Hasen nicht mitgezählt, hat Mario Bruchmüller derzeit zu versorgen. Morgens und Abends brauchen sie ihr Futter. Sein Vater habe das über den Bauhof gemacht, erzählte Mario Bruchmüller. Er habe die Aufgaben quasi übernommen und kümmert sich als Gemeindearbeiter um das Tiergehege. Als Vertretung springt sein Vater heute noch ein. Einen Liebling habe er nicht, so der 44-jährige Güterglücker - aber "die Böckchen sind schon schön anzusehen", schwärmte er und hofft, dass die Anlage noch lange erhalten bleibt.

Mit der Musikschule Da capo, den Liedern der Kita-Kinder, dem Schauspinnen der Frauen vom Ostelbischen Spinnkreis, Mal- und Bastel-angeboten, Wettspielen und Reiten für Kinder, dem von den Frauen des Karnevalsvereins organisierten Flohmarkt, mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem war für ausreichend Abwechslung am Nachmittag gesorgt. Der Heimatvereinsvorsitzende Dr. Jürgen Baumgart zeigte sich überaus zufrieden mit dem großen Zuspruch.

   

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