Seit mehr als zehn Jahren erhalten die Familien der Neugeborenen eines Jahrgangs in Walternienburg Geburtsreliefs als Erinnerungsgeschenk von der Ortschaft.

Walternienburg l Über Nachwuchs freut man sich in den Städten und Dörfern des ganzen Landes. Finanzielle Mittel für Willkommensprämien für Neugeborene geben die Haushalte nicht her. In einigen Orten wird dennoch gewürdigt, wenn es Familienzuwachs gibt. So werden den Familien der Neugeborenen eines Jahrgangs in Walternienburg seit einigen Jahren Geburtsreliefs überreicht.

Wie viele Geburtsreliefs inzwischen schon ausgereicht wurden und seit wie vielen Jahren diese an die jungen Familien verschenkt werden, konnten weder der Walternienburger Ortsbürgermeister Heinz Reifarth noch sein Stellvertreter Peter Strauß auf Anhieb sagen. Da hätte man nachschauen müssen. Aber es sind auf jeden Fall schon mehr als zehn Jahre, denn die ersten Empfänger besuchen inzwischen das Gymnasium.

Drei Jungen und ein Mädchen begrüßt

Nun war es wieder soweit. Der Jahrgang 2014 sollte bedacht werden. Immerhin hat es in der Ortschaft in diesem Jahr viermal Nachwuchs gegeben. "Das ist ein schöne Zahl für Walternienburg", freute sich der Ortsbürgermeister. Lucy Sophie Reggelin kam am 19. Juni zur Welt. Farin Barth erblickte am 31. Juli das Licht der Welt. Am 12. September wurde Theo-Fynn Lippert geboren. Der dritte Junge im Bunde, Jan Lutter, hat am 24. September Geburtstag.

Im vergangenen Jahr waren zwei Kinder zur Welt gekommen, aber es gab natürlich auch schon Jahre mit sechs Babys für Walternienburg.

Am vierten Adventssonntag war die Kaffeetafel auf der Walternienburger Burg festlich gedeckt. Die Familien mit den Neugeborerenen waren eingeladen, und alle vier schafften es auch, der Einladung zu folgen. "Es ist immer ein besonderer Höhepunkt, die Neugeborenen zu begrüßen", so Heinz Reifarth. "Das ist unsere Zukunft", erklärte er.

Für die Kindertagesstätte schon angemeldet

Auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Babys wurde mit einem Glas Sekt angestoßen, bevor sich Heinz Reifarth auf die Vornamen der neugeborenen Walternienburger bezog. Hier hatte er Herkunft und Bedeutung recherchiert und hinterfragte, warum die Kinder gerade diese Namen bekamen. Name und Geburtsdatum sind auch für jedes Kind auf seinem Geburtsrelief eingraviert, als Erinnerung an ein besonderes Ereignis.

Doch bevor die schön gearbeiteten Reliefs ausgereicht wurden, ließen sich die Gäste, zu denen natürlich auch die Geschwisterkinder und Großeltern gehörten, Kaffee und Kuchen schmecken. Hier hatte sich Erika Reifarth wieder mächtig ins Zeug gelegt, um mit leckeren Kreationen aufzuwarten.

Die Babys ließen es geschehen und blieben recht friedlich, so dass auch das ein oder andere Gespräch möglich war. Alle vier Familien sind in Walternienburg durch ein Elternteil verwurzelt. Natürlich sind die Kleinen auch schon in der örtlichen Kita angemeldet und werden sie schon alsbald besuchen. Und auch für den Erhalt der Grundschule zählt jedes Neugeborene...

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