Bewaffnet mit Pinsel, Hacke oder Schaufel waren zahlreiche freiwillige Helfer am Sonnabend an verschiedenen Stellen in Bärenthoren, Mühro und Polenzko tätig. Kinder wie Erwachsene waren dem Aufruf der Ortschaft zum alljährlichen Frühjahrsputz gefolgt.

Bärenthoren / Polenzko /

Mühro. Der Frühjahrsputz ist längst Tradition. Gleich nach der Wende fand der erste gemeinsame Arbeitseinsatz in der Gemeinde statt, erinnerte sich Ortsbürgermeisterin Ruth Buchmann. Inzwischen gehören Polenzko, Mühro und Bärenthoren zwar zur Stadt Zerbst, aber an dem alljährlichen Brauch hat das nichts geändert.

So kamen am vergangenen Sonnabend, kurz nach dem Mittagessen, gut 35 Bürger zusammen, um die drei Dörfer nach dem Winter auf Vordermann zu bringen. An verschiedenen Stellen legten sie tatkräftig Hand an.

Auf dem Friedhof von Mühro waren Frauen damit beschäftigt, die Wege vom Unkraut zu befreien und zu harken. Gleichzeitig leerte jemand den Komposthaufen. Später sollten noch die Baumkronen verschnitten werden.

Unterdessen kümmerte sich einige Meter weiter die Straße hinunter eine handvoll Männer um die Herrichtung einer Sportfläche. Hinterm Bürgerhaus stellten sie neben den Fußballtoren einen Basketballkorbständer auf. Andere übernahmen es, die Futterraufen zu streichen.

Auch in Bärenthoren wurde der Pinsel geschwungen. Dort erhielt die hölzerne Wartehalle einen neuen Anstrich, " damit sie noch ein paar Jahre durchhält ", wie Ruth Buchmann lächelnd anmerkte. Das Geräusch einer Laubharke war auf dem örtlichen Spielplatz zu vernehmen, einem weiteren Einsatzort.

In Polenzko herrschte ebenfalls emsiges Treiben. Vor der steinernen Kirchenmauer bereiteten Frauen und Männer die Fläche, unter der die Nahwärmetrasse verlegt wurde, für die Rasenaussaat vor.

Nach getaner Arbeit erwartete all die emsigen Helfer in Mühro ein stärkender Imbiss. Plaudernd ließen sie in geselliger Runde den Frühjahrsputz ausklingen, der stets mit einer Schrottsammelaktion verbunden ist. Zudem konnten die Bürger am Sonnabend die Osterfeuer in den drei Dörfern mit Baum- und Heckenverschnitt bestücken.

Im Herbst wird – auch das ist Tradition – der nächste Arbeitseinsatz durchgeführt. Dann werden die öffentlichen Rabatten vom Laub befreit, wie die Ortsbürgermeisterin erzählte.