Lindau (pwi) l Die Schluppe in Lindau - seit 2007 eine gern und oft genutzte Abkürzung zwischen der Deetzer Gasse und der Leopoldstraße. Kinder laufen hier zur Schule lang, die Kita nutzt den Weg, aber auch alle anderen Lindauer zu Fuß, mit dem Rad oder gar mit dem Rollator. Inzwischen wies der Betonweg immer mehr Löcher auf, die abbröckelnde Schwelle war Stolperstelle geworden. Schon jedes Jahr habe er dem Ortsbürgermeister gesagt, dass da etwas gemacht werden müsse, so Roland Tschierswitz, der genau an der Schluppe wohnt. Da sich nicht tat, ergriff er nun selbst die Initiative. Norman Tschierswitz fand es toll, dass sein Vater sich spontan entschlossen hat, die Sache in die Hand zu nehmen und unterstützte ihn.

Die beiden Männer sperrten die Schluppe ab, machten alle Löcher ordentlich mit Beton zu und beseitigten die Stolperstelle. Einen ganzen Vormittag opferten sie für die Arbeit, nutzten eigenes Werkzeug und Material, bis auf ein wenig Kies, den sich Tschierswitz vom Bürgermeister besorgte. Nun ist alles wieder glatt und ordentlich. Mit dem Daumen nach oben sei der Bürgermeister vorbeigefahren, erzählte Roland Tschierswitz.

Jetzt stört den Lindauer nur noch der Hundekot, der immer wieder zu finden ist in der Schluppe. Ärgerlich, dass die Hunde ihr Geschäft verrichten und auch gegen die Hauswand pinkeln. Und nicht nur Hunde kommen in der dunklen Ecke in Versuchung ... Würde die letzte Lampe in der Deetzer Gasse ein paar Meter weiter oben stehen, wäre auch die Schluppe im Dunkeln beleuchtet.