Zerbst l Die Festveranstaltung gehört zu den Höhepunkten der Schulfesttage. Der Kammerchor Zerbst begleitet die Veranstaltung musikalisch, ebenso wie Marko Gaube, Schüler der 9a des Francisceums, der zwei Stücke am Klavier präsentiert. In seiner Festrede geht Schulleiter Hans-Henning Messer vor allem auf den Schulalltag der heutigen Francisceer ein. Anhand der fiktiven Francisceer Franz und Franzi skizziert er den Weg von der fünften bis zur zwölften Klasse.

Interessiert lauschen die Ehemaligen und sind sich einig: Hier hat sich einiges geändert. Und manches scheint immer gleich zu bleiben: "Wir sind stolz auf den Zusammenhalt der Schüler und auf unsere altehrwürdige Schule", so Hans-Henning Messer. Das Ehemaligentreffen wird Jahr für Jahr zusammen mit dem Schulgeburtstag gefeiert. 212 Jahre seit der Neubegründung hat das Gymnasium Francisceum schon auf dem Buckel und gilt damit als älteste Schule im Land.

Zur Festveranstaltung werden traditionell die Abiturienten geehrt, die vor 50 und 60 Jahren Abitur gemacht haben. Für alle Anwesenden gibt es eine Ehrennadel. Die Rede der Jubilare übernimmt Jürgen Langner, der vor 60 Jahre das Abitur ablegte. Der Mediziner, der in Halle lebt, stimmt seine Rede mit dem lateinischen Studentenlied "Gaudeamus igitur" ein. Viele Ehemalige im Publikum singen, so dass bald der ganze Saal summt. "Das Lied musste ich hier in der Aula als Junge zur Festveranstaltung 150 Jahre Francisceum singen", erinnert er sich. In dem Lied stecke viel Wahres, so Langner. Vergänglichkeit, aber auch Unbeschwertheit seien der Inhalt. "Mein Urologe sagt, wenn oben alles klar und unten alles dicht ist, ist das gut", so Langner schmunzelnd. Da hat der Mediziner die Lacher auf seiner Seite.

Erinnerungen an die ehemaligen Lehrer rundeten die Festrede und die Veranstaltung ab.

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