Wie der Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Vergleich mit anderen Landkreisen dasteht, soll in den kommenden Wochen herausgefunden werden. Teil dessen wird auch eine Befragung der Unternehmen sein.

Zerbst l Mehr als 400 Unternehmen erhalten in den nächsten Tagen Post von der Hochschule Harz. Die dortigen Wissenschaftler sind damit beauftragt, für den Landkreis Anhalt-Bitterfeld herauszufinden, wie zufrieden die Unternehmen mit den Bedingungen im Landkreis sind. Hintergrund ist, dass der Landkreis sich mit zehn anderen Kreisen in Deutschland in einem sogenannten Vergleichsring misst. Ein Schwerpunkt ist dabei die Wirtschaftsförderung. Armin Schenk ist Geschäftsführer der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG). "Die EWG setzt die Teilnahme am Vergleichsring für den Landkreis um", sagt er. Er wirbt für eine aktive Beteiligung bei der Umfrage. "Wir wollen ein klares Feedback bekommen. Auch, wenn es Kritik gib", fügt er an. Dann wisse man zumindest, an welchen Punkten man noch arbeiten müsse. "Wir sind überzeugt davon, dass wir in den vergangenen Jahren viel Gemacht haben in der Wirtschaftsförderung. Aber ich weiß selbst, dass nichts so gut ist, dass man es nicht noch besser machen kann."

Der Vergleichsring wird von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement organisiert. Dort wolle man wissen, "mit welchen Kennzahlen die Effizienz und Effektivität der kommunalen Wirtschaftsförderung messbar gemacht wird."

Fragen via Internet

Bei diesem Vergleichsring sind die Kreise Hameln-Pyrmont, Odenwaldkreis, Wartburgkreis, Düren, Göppingen, Hersfeld-Rotenburg, Ludwigslust-Parchim, Nordfriesland, Rhein-Neckar-Kreis und Teltow-Fläming vertreten. "Der Vergleich der Zahlen mit den anderen Landkreisen soll zeigen, wo wir überhaupt stehen", berichtet der Geschäftsführer. Da gehe es teilweise um ganz banale Zahlen. "Wieviel Leute machen Touristik, wieviel Leute machen Wirtschaftsförderung, wieviele Angestellte kümmern sich um Unternehmensakquisition und vieles mehr."

Parallel dazu werden eben zwischen dem 1. Juni bis zum 30. Juni 409 Unternehmen befragt. "Als Dienstleister fungiert die Hochschule Harz", sagt Schenk. Die übernehme diese Aufgabe für alle teilnehmenden Landkreise, informiert er weiter. So sei eine Vergleichbarkeit gewährleistet.

Die Fragen seien ein wenig wie in der Schule, so Schenk. "Wie beurteilen sie das Image ihrer Region? Wie beurteilen sie die Zukunftsfähigkeit ihrer Region?", zählt er einige auf. Zudem gehe es um Telekommunikation, Verkehrsangebote, Sozialinfrastruktur, Freizeitangebote, Verfügbarkeit von Arbeitskräften, die Verwaltungskompetenz des Landkreises und viele Fragen zur Wirtschaftsförderung.

Die Befragung wird per Internet-Fragebogen angeboten, zudem Unternehmen via E-Mail eingeladen. "Wir sind glücklich über jedes Unternehmen, das sich beteiligt. Auch, wenn ein Unternehmen nicht von uns angeschrieben wird, kann es sehr gern mitmachen", so Schenk. Die Teilnahme sei absolut anonym.

Landrat Uwe Schulze (CDU) betont die Wichtigkeit dieser Umfrage: "Mit Ihrer Unterstützung können wir die wirtschaftsbezogenen Dienstleistungen in Ihrem Sinne optimieren - bitte helfen Sie uns dabei."

Die Umfrage ist unter www.unipark.de/uc/unternehmensbefragung2015 erhältlich.