Zerbst (dap) l Im Zuge der Anhörungen zum aktuellen Haushaltsplan der Einheitsgemeinde Zerbst kam unter anderem aus Gehrden die Anfrage, ob die Ortschaftsmittel von derzeit 6 nicht auf 12 Euro je Einwohner angehoben werden könnten. "Es geht darum, das ehrenamtliche Engagement vor Ort zu unterstützen", erläuterte Mario Rudolf im Haupt- und Finanzausschuss. Auch bei ihnen sei dies Thema gewesen, erklärte das Ausschussmitglied der FFZ in seiner Funktion als Ortsbürgermeister der Ortschaft Bornum. "Mehr geht immer, wenn man`s hat", verwies Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) auf die angespannte Finanzsituation der Stadt. "Wir befinden uns nach wie vor im defizitären Bereich, müssen Abschreibungen erwirtschaften und fahren ein schmales Investitionsprogramm." Aus dem Grund müssten Prioritäten gesetzt werden. "Wir sind nicht in der Position, was draufzulegen", warb er dafür, den Gesamthaushalt zu betrachten. Rudolf wies auf die Einsparungen bei den Aufwandsentschädigungen der Ortsbürgermeister und durch die Verkleinerung des Stadtrates hin. "Wir haben an anderen Stellen erhebliche Mehrbelastungen und teils gravierende Mindereinnahmen", gab Dittmann zu bedenken, dass die erwähnten Reduzierungen das bei Weitem nicht abfangen. Zugleich mutmaßte er, dass das Ehrenamt zukünftig wohl noch stärker eingefordert werden muss.