Den Sternen ganz nah kamen die Lindauer Grundschüler dank eines mobilen Planetariums, das in der Turnhalle aufgeblasen wurde.

Lindau l Heutzutage ist fast alles möglich. Da kommt sogar das Planetarium ins Haus. Mit Hilfe von Zeltkuppel, Gebläse und Projektor ist Mobilität gegeben. Ein ausreichend großer geschützter Standort und Strom sind die einzigen Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. "Es gibt fünf mobile Planetarien in Deutschland", erzählte Ulf Krauße aus Eisenach, der mit seinem "Plutino" bislang hauptsächlich im Raum Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs war. Der Landvermesser war viele Jahre, anfangs nebenbei, am Planetarium in Thüringen tätig, bevor er sich für das Herumreisen entschied.

Wenn sich sein Planetarium vor den Augen der Kinder oder auch Erwachsenen aufbläst, sind die meisten erst einmal mächtig beeindruckt. 25 erwachsene Personen, eine ganze Schulklasse finden unter der Kuppel Platz. Wer hineinschlüpft, dem reicht Krauße ein Kissen, damit es auf dem Fußboden nicht so hart wird. Ab der 3. Klasse sind die Angebote für Schüler zu empfehlen, die mit 45 Minuten auch einer Unterrichtsstunde entsprechen. Doch nicht nur Schulen können Plutino kommen lassen, auch für Jubiläen, Firmen und verschiedene Anlässe gibt es individuelle Vorführungen.

Vom Band kommt nur die Hintergrundmusik, ansonsten ist bei Krauße alles live. Er sucht den Dialog mit den Gästen. Und so konnten die Dritt- und Viertklässler der Lindauer Grundschule, die die silberne Blase in ihrer Turnhalle vorfanden, auch kundtun, was sie schon alles über die Sterne und Planeten wissen. Ulf Krauße erklärte den Kindern einige der Sternbilder, und wie sie am Nachthimmel zu erkennen sind, durchwanderte mit ihnen die Milchstraße, holte für sie Polarstern, Sirius und Co. vom Himmel. Ganz schnell verging die Reise durchs Weltall und die kleinen Sternengucker durften wieder aus der Blase nach draußen schlüpfen.

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