Zerbst. Die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zur Ergänzungssatzung für die Orte Straguth und Badewitz ist vom Zerbster Bauund Stadtentwicklungsausschuss bei dessen Sitzung am Mittwoch entgegengenommen worden. Die Satzung beschreibt, dass in beiden Orten genau definierte Bereiche künftig zu innerörtlichen Bereichen deklariert werden sollen, die dann beispielsweise für Wohnbebauung geeignet wären.

Während der Diskussion ergab sich eine Schwierigkeit bei der Bezeichnung der Orte. Bis Ende 2009 bestand die Gemeinde Straguth aus Straguth sowie den Ortsteilen Badewitz und Gollbogen. Nach Eingliederung der Gemeinde in die Stadt Zerbst gibt es den Ortsteil Straguth. " Ist damit der Ort oder auch die Orte Badewitz und Gollbogen gemeint ?", wollte Stadtrat Claus-Jürgen Dietrich ( B 90 / Grüne ) wissen. Bis zur Stadtratssitzung, so entgegnete Amtsleiter Jürgen Konratt, werde ermittelt sein, ob die Beschlussvorlage mit der zugegebenermaßen unscharfen Bezeichnung geändert werden müsse und ob diese Problematik vielleicht auch bei anderen Beschlüssen zu beachten sei.

Relativ unproblematisch verlief die Erörterung einer Anfrage von Apotheker Jens Salomo. Er hat vor, auf Teilen der durch Abriss von Wohnblöcken frei gewordenen Fläche der Ecke Markt / Fuhrstraße ein Ärztehaus zu errichten. Dieses Gebäude soll durch eine Zufahrt vom Markt aus erreichbar sein. Aktuell sieht die Gestaltungsplanung an der als Zufahrt geplanten Stelle keine Verkehrsfläche vor. Auf Empfehlung von Bernd Köhler, Leiter Bauverwaltung der Stadt, befürwortete der Ausschuss, das für die Verkehrsflächen des künftigen Marktes vorgesehene Pflaster um 7, 50 Meter weiter in Richtung Fuhrstraße auszudehnen. Im Gegenzug würde sich der andersfarbig gepflasterte Flächenteil verringern. Diese Lösung hätte keine finanziellen Auswirkungen, würde aber der beschriebenen Ambition bereits entsprechen.

Im nichtöffentlichen Sitzungsteil trug der Lindauer Ortsbürgermeister Helmut Seidler dem Bau- und Stadtentwicklungsausschuss vor, was die Ortschaft mit dem Erwerb des Sekundarschulgeländes bezweckt. Der Ausschuss habe die Darlegungen interessiert verfolgt, eine Beschlussfassung war weder geplant noch erfolgt, erklärte der Ausschussvorsitzende Sebastian Siebert ( SPD ) gestern auf Volksstimme-Anfrage. Man wolle sich das Burg-Projekt demnächst intern vor Ort anschauen.