Die 44 Wohnungen im Mehrgenerationenhaus nehmen zunehmend Form an. Während im Inneren Steckdosen eingebaut, Fliesen verlegt und Türen eingesetzt werden, sind die Arbeiten an Dach, Fassade und Außengelände bislang noch im Frost verfangen.

Zerbst. Voraussichtlich im März soll es den künftigen Mietern im Mehrgenerationenhaus am Markt möglich sei, in einer Musterwohnung Tuchfühlung zu den künftigen vier Wänden aufzunehmen. Ursprünglich sollte dies früher erfolgen, doch " wir streben eine möglichst umfassende Bemusterung an. Momentan sind die Fassade, die Balkone, die Außenanlagen ja noch keinesfalls im vorzeigbaren Zustand ", erklärt Wolfgang Stark. Der Bauherr und BWZ-Geschäftsführer bescheinigt den aktuell am Bau Beschäftigten eine " termingemäße Arbeit, wir sind im Plan ". Und schränkt zugleich sofort ein. " Im Außenbereich kommen wir wegen der Witterung nicht vorwärts. "

Auch Arno Götz, mit Karsten Gebhardt für die einzelnen Gebäude zwischen Schleibank und Brüderstraße zuständige Planer, müssen an der Stelle mit den Schultern zucken. " Bei Frost kann man nicht aufs Dach. Auch die Fassade kann nicht weiter entstehen. Daraus folgt, dass die Gerüste weiter stehen bleiben und folglich nicht mit den Außenanlagen begonnen werden kann. Wir können nur hoffen, dass die Frostperiode bald endet. "

Den bereits entstandenen Bauverzug könne man allerdings durch " technologische Mittel und Möglichkeiten ", wie Stark findet, durchaus noch hereinholen. Am Ziel, im März / April die ersten Mieter einziehen zu lassen, will er nicht rütteln.

Bei einem kurzen Rundgang erläuterte Stark gestern erneut die Besonderheiten der aus Betonplattenbauten heraus entwickelten künftigen Wohnungen : Es gibt künftig fünf Aufzüge, die in den Eingängen Markt 7 bis 15 über alle Geschosse einsetzbar sind und aktuell nur noch angeschlossen und technisch abgenommen werden brauchen. In den Wohnungen sind Türen von über einem Metern Breite verbaut, es gibt keine Türschwellen oder ähnliche Barrieren. " Seniorenund behindertengerecht ", nennt Stark wichtige Stichworte.

Die Grundrisse der ehemaligen Wohnungen sind nicht wiederzufinden. Bäder sind großzügig angelegt, die Wohnräume auf aktuelle Trends zugeschnitten – bodenständige Fensteranlagen auf der gesamten Wohnraumbreite wären ein Beispiel. Viele der Wohnungen sind bereits tapeziert, in anderen werden Fliesen geklebt. In einzelnen Wohnungen fehlen tatsächlich nur noch Fußboden und Türen – für die versierten Handwerker ein Klacks. Aktuell " und bereist seit Beginn des Innenausbaus im Dezember " sind auf dem Bau sieben Gewerke mit insgesamt um die 40 Handwerkern und Bauleuten beschäftigt.

Am Ende des Rundgangs äußert Bauleiter Dieter Hermann eine Bitte in eigener Sache : " Trotz aller Absperrungen nutzen einzelne Bürger die Baustelle als Abkürzung zwischen Brüderstraße und Schleibank. Das ist kreuzgefährlich und sollte besser unterbleiben. Schließlich ist es hier auch sehr glatt. "