Hohenlepte. Stets dient der Jahreswechsel dazu, innezuhalten und die zurückliegenden zwölf Monate noch einmal Revue passieren zu lassen. Beim Rückblick auf 2009 zieht Christian Wilhelm ein zufriedenes Fazit. Er ist Vorsitzender des erst vor drei Jahren gegründeten Heimatvereins Hohenlepte. In der kurzen Zeit seines Bestehens hat der kleine Verein bereits neue Traditionen ins Leben gerufen.

So ließ er das vergangene Jahr mit dem zweiten Mini-Weihnachtsmarkt ausklingen. In der heimeligen Kulisse des offenen Kirchenschiffs von Hohenlepte ließen sich nicht wenige Besucher würzigen Glühwein, leckere Bratwürste und frisch gebackene Waffeln schmecken, während sie am offenen Feuer besinnlicher Flötenmusik lauschten. Die Resonanz bei der Premiere der Adventsveranstaltung 2008 sei zwar größer gewesen, " das war aber sicher auf das diesjährige Wetter zurückzuführen ", glaubt Christian Wilhelm. " Als es zu regnen begann, waren wir froh, dass der Verein nicht unter sich blieb. Aber auf die Hohenlepter war Verlass ", berichtet er lächelnd.

Ein kräftiger Schauer überraschte im Juli auch die zahlreichen Teilnehmer der ebenfalls zum zweiten Mal angebotenen Radtour durch die Gemeinde. Gerade, als sie am Zielort in Tochheim in die Heimatgeschichte eintauchen wollten, setzte ein starker Regenguss ein. Zum Glück bot der achteckige Pavillon am Rastplatz ausreichend Raum für die gut 40 Personen, wobei die Enge die Geselligkeit eher noch verstärkte. Eine Fortsetzung der Radtour ist auf alle Fälle geplant, wenn auch bislang nicht feststeht, wann genau die dritte Auflage durchgeführt wird. " Im März wird es wieder einen Veranstaltungsplan geben ", bemerkt der Vereinsvorsitzende.

In dem übersichtlichen Flyer wird auch der Termin für das diesjährige Dorf- und Turmfest nachzulesen sein, das bis jetzt stets durch die Gemeinde organisiert worden ist. " Das wird sich in Zukunft sicherlich ändern und eine weitere Herausforderung für unseren Verein ", erklärt Christian Wilhelm mit Blick auf die erfolgte Eingemeindung der Gemeinde Hohenlepte nach Zerbst zum 1. Januar 2010. Sie ist nun eine von 24 Ortschaften der Stadt.

Hoffen auf Realisierung der Kirchensanierung

Ein Projekt, das ihm persönlich sehr am Herzen liegt, ist die Realisierung des zweiten Bauabschnitts der Kirchensanierung. " Schön wäre es, wenn die Finanzierung steht und die Arbeiten noch 2010 beginnen könnten ", denkt Christian Wilhelm an die notwendigen Baumaßnahmen.

Durch das Setzen von Ankern soll die Rissbildung im Kirchturm gestoppt werden. Außerdem müssen die Apsis instand gesetzt und das offene Mittelschiff des sakralen Feldsteinbaus gesichert werden. Die Gesamtkosten sind mit rund 113 000 Euro veranschlagt. " Etwas mehr als die Hälfte haben wir bereits zusammen ", erzählt Christian Wilhelm von zugesagten Fördermitteln und eingenommenen Spenden.

Und was wünscht er sich für die Zukunft des Hohenlepter Heimatvereins ? " Bisher hat eigentlich alles, was der Verein organisiert hat, ziemlich gut geklappt. Die Mitglieder können sich aufeinander verlassen. So macht das ganze Spaß und da kann man sich nur wünschen, dass das so bleibt ", betont Christian Wilhelm.