2011 startet das Kornmuseum Nutha bereits in sein viertes Veranstaltungsjahr. Insgesamt 26 Mal öffnet die Aktivwerkstatt zwischen Januar und Dezember ihre Türen für Interessenten. Vom Filzen übers Korbflechten und Wollespinnen bis hin zur Seifenherstellung reicht dann wieder die vielfältige Angebotspalette.

Nutha. Im November 2007 erfolgte in Nutha die feierliche Einweihung des Kornmuseums. Seitdem können Besucher nicht nur anhand zahlreicher Ausstellungsstücke in das frühere Leben auf dem Lande eintauchen. In der integrierten Aktivwerkstatt werden ihnen zudem regelmäßig traditionelle Handwerkstechniken vermittelt. Dazu gehört das Korbflechten aus biegsamen Weidenruten, das von Anfang an zu den angebotenen Workshops gehört und auch dieses Jahr wieder genausowenig im Programm fehlt wie das Spinnen von Schafwolle und das Filzen.

Mit 26 verschiedenen Veranstaltungen wartet das Kornmuseum an durchschnittlich jedem zweiten Sonnabend zwischen Januar und Dezember auf. Die abwechslungsreiche Palette reicht da vom geselligen Stricken über das Gießen von Kerzen bis hin zum Töpfern.

Die erfolgreichen Premieren des zurückliegenden Jahres erfahren ebenfalls ihre Fortsetzung. Dazu zählt das Drachenbauen, das sich im vergangenen Oktober viele Eltern mit ihren Sprösslingen nicht entgehen ließen. Mit 33 Personen verzeichnete die kreative Herbstwerkstatt 2010 den Teilnehmerrekord. AuchdasKürbisbemalen sowie das Backen mit Waffeleisen und Sprungfedern waren überdurchschnittlich gut besucht und wurden deshalb erneut ins Programm aufgenommen.

Neben den beliebten Bastelangeboten zu Weihnachten und Ostern finden sich darin auch wieder einige Neuerungen. Erstmals erhalten Interessenten Gelegenheit, selbst Seife herzustellen. Als Möbelbauer der anderen Art dürfen sich Jung und Alt versuchen, wenn es um das Einrichten eines Insektenhotels geht. Wer mag, kann sich darüber hinaus zeigen lassen, wie man Schmetterlinge häkelt und aus Perlen Glocken zaubert.

Die Leitung der einzelnen Kurse liegt in unterschiedlichen Händen. Da geben unter anderem Frauen der Ortschaft Nutha ihr Wissen weiter – seien es die Mitglieder der Volkssolidarität, die Erntekronenbinderinnen oder die Frauen der Frauenhilfe. Aber auch Korbflechter und Töpfer aus der Region sowie die Landfrauen aus dem Mansfelder Land sitzen bei der Weitergabe alter Techniken mit im Boot.

2010 lockten die vielfältigen Mitmach-Angebote insgesamt über 200 Teilnehmer quer durch alle Generationen in die Aktivwerkstatt. Sie kamen nicht nur aus Zerbst, Lindau oder Rosian, um einige Beispiele aus der Umgebung zu nennen. Sogar Dessauer und Akener waren vertreten.

Für den regen Zuspruch danken die Nuthaer. Zugleich hoffen sie, dass die positive Resonanz nicht abreißt. Sie würden sich freuen, wenn auch die diesjährigen Angebote wieder auf große Nachfrage stoßen. In dem Zusammenhang sei angemerkt, dass sie offen für weitere Veranstaltungsvorschläge sind. Was durchführbar ist, wird gern ausprobiert.

Übrigens, wer sich das Kornmuseum ansehen möchte, kann das montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr tun. Gruppen werden gebeten, ihren Besuch der Ausstellung vorher anzumelden.