Alle beantragten Maßnahmen seien in den Haushaltsentwurf für 2011 eingeflossen. Diese positive Nachricht konnte Ortsbürgermeister Thomas Wenzel im Ortschaftsrat Moritz verkünden. So soll in Schora endlich der geplante Spielplatz Realität werden. Ob es nun auch zum Ausbau der L 51 kommt, ist bislang jedoch offen.

Moritz. "Es sieht nicht so gut aus", bezog sich Thomas Wenzel auf die Sanierung der L 51 in Schora. "Nach den letzten Informationen scheint es dieses Jahr nichts zu werden", erklärte der Ortsbürgermeister. Bereits 2009 und 2010 zerschlug sich die Hoffnung, dass die herbeigesehnte Maßnahme endlich realisiert wird. Seither hat die Ortschaft stets ihren Anteil am Ausbau der Straße im Haushaltsplan eingestellt.

So wurden dieses Jahr erneut die Mittel für die Gestaltung der Nebenanlagen und den Regenwasserkanal veranschlagt. Es handelt sich da um eine Summe von 300 000 Euro, wobei auf Fördermittel in Höhe von 170 000 Euro spekuliert wird. Für die Fahrbahn ist das Land als Baulastträger verantwortlich.

Positiv schaut es hinsichtlich der ebenfalls seit Langem geplanten Errichtung eines Spielplatzes in Schora aus. Nachdem die Ortschaft durch einen Flächentausch mit der Kirche das Areal am Gehrdener Weg erworben hat, sollen nun 10 200 Euro in Spielgeräte investiert werden.

Unterdessen sind für die Unterhaltung des Grundstückes, auf dem das Moritzer Bürgerhaus steht, 6 000 Euro vorgesehen. Über diese Position war Jürgen Burkhardt gestolpert. Ihn interessierte, wofür das Geld verwendet werden soll. Es sei angedacht, das ehemalige Feuerwehrgebäude so herzurichten, dass es genutzt werden kann, erläuterte Thomas Wenzel.

"Für Feldwege ist gar nichts mehr drin?", erkundigte sich Hartmut Klabe. Wie der Ortsbürgermeister darlegte, verbergen sich die Mittel zur Feldwegesanierung unter dem Haushaltsansatz "Unterhaltung Straßen", für den insgesamt 56 000 Euro kalkuliert sind. In dem Betrag enthalten seien auch Gelder für die Gehwegreparatur an der Moritzer Mühle und die Straße von Güterglück nach Töppel, sollte dort etwas gemacht werden, führte Wenzel aus. Und während Joachim Friedrich in dem Zusammenhang auf die Straße von Schora nach Moritz hinwies, an der ebenfalls Handlungsbedarf bestehe, erinnerte Hartmut Klabe an den Zustand des ländlichen Weges zwischen Schora und Buhlendorf.

Die auf der letzten Sitzung von Jürgen Burkhardt gestellte Frage, wann die Grundstückseigentümer von Schora die Beitragsbescheide für den Gehwegbau zum Friedhof erhalten, beantwortete der Vermögenshaushalt. Für 2011 wird diesbezüglich mit Einnahmen von 7 000 Euro gerechnet.

Beitragsbescheide gehen dieses Jahr raus

Und aus der Vorschau auf die künftige Finanzplanung ging hervor, dass der Beekenweg in Schora 2012 in Angriff genommen werden soll. Mit 50 000 Euro ist die Maßnahme veranschlagt, die ebenfalls die Erneuerung der dort entlang laufenden Verrohrung beinhaltet.

In diesem Jahr wolle der Unterhaltungsverband Nuthe/Rossel die verrohrten Gräben im Ort mit einer Kamera befahren und schauen, wo es möglicherweise Schäden oder Hindernisse gibt, teilte Thomas Wenzel mit. Er reagierte damit auf zwei Anwohner, die im Januar betroffen waren, als es in Schora in Folge von Regen und Tauwasser zu starken Überschwemmungen kam. Ob geplant sei, da was zu machen, hatten sie in erster Linie die Beeke im Blick, die teils durch unterirdische Rohre verläuft. Ihrer Ansicht nach wäre es besser, wenn sie offen fließen würde.

Solche Überschwemmungen hätten sie schon gehabt, als die Beeke offen war, gab Angelika Gärtner zu bedenken, dass dies bei solch enormen Wassermengen bereits früher der Fall war. "Es war schon im Herbst viel Wasser da und dann kam die Schneeschmelze dazu", bemerkte Kurt Emersleben. "Es gab extrem viel Wasser", konstatierte auch Joachim Friedrich. Den Hauptgrund für die Überflutung von Schora sah er in der Brücke an der Bahnüberführung. "Da staut\'s", erklärte er.

In der Diskussion über den schadlosen Wasserabfluss wurden einmal mehr Kritik an der Pflege der Gräben laut. Daneben wurde bezweifelt, dass trotz der Bildung von Arbeitsgruppen im Land wegen der vernässten Flächen und nassen Keller wirklich etwas geschieht.

Doch zurück zum Haushalt. Die vorgeschlagene Kürzung der Verfügungsmittel auf 6 Euro je Einwohner ließ Thomas Wenzel nicht unerwähnt. Er sprach sich gegen den Modus aus, der ihnen "da übergezogen wird". Zumal sie schuldenfrei und mit einer hohen Rückenlage nach Zerbst eingemeindet wurden. Beschließt der Stadtrat die Pro-Kopf-Pauschale wäre die Ortschaft Moritz aber nur geringfügig betroffen. "Uns würden 300 Euro fehlen", so der Ortsbürgermeister.