Von Judith Kadow

Zerbst. Wenn in der Sporthalle Jannowitzbrücke volles Haus herrscht, wird es mit Parkplätzen in der gleichnamigen Straße eng (wir berichteten).

Jüngst sprach Ordnungsdezernent Andreas Fischer diese Problematik noch einmal vor den Mitgliedern des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses an - in der Absicht zu klären, ob das Thema nochmals in diesem Ausschuss oder sogar im Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschuss diskutiert werden sollte.

Zum einen stand die Frage im Raum, ob das Gespräch mit Klaus Krawinkel, Geschäftsführer der KmB, gesucht werden sollte. Dieser hatte seinen unmittelbar angrenzenden Firmenparkplatz als potenzielle Parkfläche angeboten. "Das Herrichten eines öffentlichen Parkplatzes auf dieser Fläche würde zu Lasten der Stadt gehen", erklärte Fischer. Dazu seien zum einen keine Gelder im Haushalt der Stadt vorhanden. Zum anderen bereiten ganz praktische Fragen den Stadtvertretern Sorgen. So ergänzte Bernd Köhler, Leiter der Bauverwaltung: "Es stellt sich ja die Frage, ob wir einen öffentlichen Parkplatz auf einer privaten Flächen errichten wollen. Das ist eine sehr schwierige Angelegenheit, denn Baulast und das Betreiben sollten immer in einer Hand liegen." Weiterhin sprechen rechtliche Bedenken gegen den Vorschlag, darunter der Haftungsausschluss, aber auch die baulichen Konsequenzen. Es müsste beispielsweise eine neue Zufahrt für die Autos von der Jannowitzbrücke auf das KmB-Gelände geschaffen werden und diese dann durch eine Schranke oder ähnliches geöffnet und geschlossen werden können.

Auch wenn Ausschussmitglied Sebastian Siebert (SPD) sich daran erinnern konnte, dass das Thema Parken in der Jannowitzbrücke schon einmal vor längerer Zeit Thema im Ausschuss war, waren sich alle Anwesenden einig, dass das Problem lediglich an Tagen besteht, an denen die Turnhalle für Sportveranstaltungen genutzt wird.

Wie eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten aussehen kann, wird derzeit im Ordnungsamt untersucht. "Derzeit läuft es auf ein einseitiges Parkverbot hinaus. Allerdings hat uns ein Anwohner gebeten, auf ihn und seine Praxis Rücksicht zu nehmen, die von Patienten auch am Wochenende angefahren wird", fügt Andreas Fischer hinzu. In dieser Woche wird weiter über das Thema intern beraten.