In doppelter Mission ist Viola Tiepelmann, Leiterin der Tourist-Information Zerbst, ab heute auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) Berlin vertreten. Sie steht am Stand des Tourismusverbandes Dessau-Anhalt-Wittenberg und wirbt gleichzeitig für das Jubiläum Anhalt 800 im kommenden Jahr. Das war am Wochenende auch Inhalt des 1. Anhaltischen Gäste-führertreffens in Dessau.

Zerbst. Die Publikationen sind so frisch, dass sie gerade den Weg aus der Druckerei in die Kofferräume der Fahrzeuge nach Berlin geschafft haben. So werden die ITB-Besucher von heute bis zum Ende der Messe am Sonntag die ersten sein, die eintauchen können in die neuen Angebote aus der Region, sich neugierig machen lassen können.

Drei nagelneue Broschüren

Drei nagelneue Broschüren hat Viola Tiepelmann im Gepäck. Das ist das neue Prospekt des Tourismusverbandes Dessau-Anhalt-Wittenberg, es ist die völlig neue Publikation für die Stadt Zerbst (die Volksstimme berichtet gesondert) und es sind Broschüren zum Jubiläum Anhalt 800 im kommenden Jahr.

"Gerade auch an letzteren wurde in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet, um sie zur ITB vorstellen zu können", sagt Viola Tiepelmann. Am vergangenen Sonnabend wurden sie erstmals - aber auch noch nicht als gedruckte Exemplare - vorgestellt.

Die Köthener Kultur und Marketing GmbH, die Projektgruppe Anhalt 800 und die Evangelische Landeskirche Anhalts hatten zum 1. Anhaltischen Gästeführertreffen nach Dessau eingeladen. "Viele Zerbster waren dabei, auch wenn nicht alle konnten. Ich hatte alle Gästeführer eingeladen", so Viola Tiepelmann. Die etablierten Gästeführerinnen hatte sie ebenso angesprochen wie jene, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung beendet haben und auch die Teilnehmerinnen der Ausbildung für die Lutherdekade, die ebenfalls 2010 zu Ende ging.

Guter Austausch unter Gästeführern

Insgesamt mehr als 100 Gästeführer waren in Dessau dabei. "Eine sehr interessante Veranstaltung", resümiert die Zerbster Touristikerin, die selbst auch in den Gremien zur Vorbereitung auf das Anhalt-Jubiläum im kommenden Jahr eingebunden ist.

Das gegenseitige Kennenlernen, die gemeinsame Ideensuche, der Erfahrungsaustausch hätten den Tag positiv geprägt, der in Vorträgen auch noch einmal den Blick in die anhaltische Geschichte vollzog beziehungsweise auf Projekte zum Jubiläum einging. So stellte unter anderem die Zerbster Historikerin Agnes-Almuth Griesbach den Vorbereitungsstand für die Wanderausstellung der anhaltischen Museen vor.

Die Vertreter der einzelnen Orte präsentierten sich zudem mit kleinen Informationsständen. "Da konnte jeder auch mal beim anderen gucken", so Viola Tiepelmann. Die natürlich auch viel Zerbster Material dabei hatte.

Wie sie es jetzt ebenfalls in Berlin hat - um Gäste zu werben für die Region und fürs Anhalt-Jubiläum.