Der Loburger Ortschaftsrat hat die freien Haushaltsmittel am Montagabend an die Vereine in der Stadt verteilt. Einige Zeit mussten sich die Volksvertreter damit befassen. Denn die Forderungen überstiegen die zur Verfügung stehenden Mittel.

Loburg. Ganze 1703,50 Euro hat der Ortschaftsrat Loburg nach dem Gebietsänderungsvertrag jährlich für die Unterstützung von Vereinen zur freien Verfügung. Als sich die Ortschaftsräte vor einigen Wochen erstmalig mit dem Thema beschäftigen und das Geld den Vereinen zur Verfügung stellen wollten, mangelte es noch an entsprechenden Anträgen. Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann schrieb daraufhin die Vereine an.

Insgesamt elf Rückmeldungen gab es anschließend bis zum vergangenen Montagabend. Zunächst einmal, bat er seinen Ortschaftsrat, sollten diejenigen Vereine berücksichtigt werden, die in diesem Jahr ein Jubiläum haben. Hier sollte das Geld zuerst fließen, wünschte er sich.

So feiert der Loburger Weg sein 15-jähriges Bestehen. Ein großes Sommerfest plant außerdem der Sportverein. Und auch die Fahrradfreunde Loburg treffen sich seit 20 Jahren und wollen dies mit der Bevölkerung feiern. Am 28. Mai, wenn der Gewerbeverein einen Markttag organisiert, wollen die Fahrradfreunde die Verkehrswacht einladen. Nur kostet der Auftritt der Verkehrswacht mit verschiedenen Stationen auch Geld.

Nach langen Diskussionen einigte sich der Ortschaftsrat, den drei Antragstellern jeweils 250 Euro zu geben. Damit blieb für die übrigen Antragsteller nicht mehr viel übrig. Außerdem, erinnerte Bernd Wünschmann, feiere die Feuerwehr Loburg im kommenden Jahr ein großes Jubiläum. Er habe sich vorgenommen, einen Teil der Mittel für das kommende Jahr zu reservieren, um die Feuerwehr richtig unterstützen zu können. Der Wunsch wurde zwar von den Ortschaftsräten gehört. Erfüllen konnten sie ihn aber nicht.

Dafür gab es einfach zu viele Antrage. So meldete sich der Loburger Chor und beklagte die Ausgabenfülle. Mehrere Hundert Euro beantragten die Sänger für Noten, Ausrüstung und Gebühren. Letztendlich bewilligte der Ortschaftsrat hier nur 100 Euro. Die gleiche Summe erhielten daneben jeweils die Fördervereine der Grund- und der Sekundarschule. Der Karlingorgelverein bekam ebenfalls den Betrag zugewiesen. Mit 100 Euro wird außerdem der Förderverein des Storchenhofes unterstützt. Diskussionen gab es anschließend noch um den Schützenverein und den Förderverein der Feuerwehr. Die Schützen feiern in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Im kommenden Jahr sei ein weiteres Jubiläum geplant, hieß es.

Künftig auch auf Sponsoren angewiesen

Etwas verwirrt erkundigten sich die Ortschaftsräte, was denn nun gelte. Schließlich könne der Verein nur ein Jubiläum haben und nicht zwei in zwei Jahren. Mit 100 Euro müssen sich die Schützen in diesem Jahr zufriedengeben.

Der Förderverein der Feuerwehr erhält den gleichen Betrag. Damit sollen vor allem die Kosten für das Aufstellen des Maibaumes bezahlt werden. Hierfür organisiert die Truppe einen Fanfarenzug, der Geld für den Auftritt verlangt, sagte Bernd Wünschmann.

Den Rest der freien Mittel hält der Ortschaftsrat für den Weihnachtsmarkt im Dezember zurück. Hier fallen Kosten an, erinnerte der Ortsbürgermeister. Damit dürfte für das kommende Jahr nicht mehr viel Geld übrig bleiben, bedauerte er.

Ob es für das Jubiläum der Feuerwehr dann mehr Geld aus dem Möckeraner Haushalt gibt, ist offen.

Außerdem wollen die Ortschaftsräte die Vereinsaktivitäten unterstützen. Dass dabei nicht alles machbar ist, was sich die Vereine wünschen, zeigte der Abend.

Zur Durchführung von großen Veranstaltungen sind die Vereine auch weiterhin auf Sponsoren angewiesen. Aus den bescheidenen Mitteln der Stadt können kaum Großveranstaltungen organisiert werden. Auch sollten die Vereine immer wieder versuchen, bei anderen möglichen Zuwendungsgebern Anträge zu stellen, hieß es im Ortschaftsrat. So beispielsweise bei der Kreisverwaltung für kulturelle Veranstaltungen.