Das Johanniterhaus Sankt Laurentius feierte vor kurzem mit den Bewohnern das zehnjährige Bestehen. Drei Jahre lang wurde an der Senioreneinrichtung gebaut.

Loburg. Vor zehn Jahren wurde das Seniorenhaus der Johanniter in Loburg eröffnet. Vor kurzem fand dazu eine größere Feierstunde statt. Ulrich von Bismarck, als Kommendator der Vorgesetzte der Vorstände der einzelnen Häuser des Johanniterordens blickte dabei auf die Geschichte des Hauses zurück.

Erbaut wurde das Seniorenheim von 1998 bis 2001. Ursprünglich hatte sich die Laurentiusstiftung mit dem Bau beschäftigt. Die Stiftung bestand zur Hälfte aus Mitgliedern der evangelischen Kirche und der Stadt Loburg, erinnert sich Claudia Tritt, die der Einrichtung heute vorsteht. Allerdings gab es seinerzeit Probleme mit der Pflegeversicherung, blickt sie zurück. "Ursprünglich sollte die Einrichtung 80 Betten haben", schildert sie. Die Pflegeversicherung sah dafür allerdings keinen Bedarf. So wurde ein Pflegeheim mit 50 Betten gebaut. Kaum ein freier Träger riss sich seinerzeit um die recht kleine Einrichtung. Der Johanniterorden nahm sich der kleinen Einrichtung dennoch an. "Wir wollten zeigen, dass auch kleine Heime bestehen können", sagt sie. Das vergangene Jahrzehnt habe bewiesen, dass das auch funktioniere. 40 Mitarbeiter hat die Einrichtung heute und ist damit bereits ein großer Arbeitgeber vor Ort. Die hohe Mitarbeiterzahl hängt vor allem damit zusammen, dass die Einrichtung eine eigene Küche betreibt. Täglich gibt es zwei Menüs für die Bewohner. Außerdem bietet das Heim auch einen Cateringservice sowie Essen auf Rädern an.

"Es gehört nach unserem Verständnis dazu, dass es auch mal nach Schnitzel oder Spargel im Haus riecht", sagt Claudia Tritt.

Aktuell ist die Einrichtung voll belegt. Allerdings habe sich die Pflegebedürftigkeit der Bewohner in den vergangenen Jahren stets erhöht, schildert sie weiter. Heute leben viele ältere Menschen, die unter Demenz leiden, in der Einrichtung.

Mit vielen Aktionen wollen die Pflegekräfte die Bewohner am täglichen Leben teilnehmen lassen. Allerdings sei der Pflegeaufwand auch größer, verweist sie.

Demnächst wird sich das Seniorenheim den älteren oder jüngeren Einwohnern der Stadt Loburg auch empfehlen. "Wir bieten einen stationären Mittagstisch an", erklärt sie. Jedermann könne dann das Angebot der Küche in Anspruch nehmen. Vor allem die Küchenkräfte wurden bei der Festveranstaltung zum runden Geburtstag geehrt. 23 der 40 Mitarbeiter sind seit der ersten Stunde in der Einrichtung beschäftigt. Wie eine große Familie kümmern sie sich um die Rentner.

Dass das Team im Pflegebereich und in der Küche funktioniert, darauf legt auch Claudia Tritt großen Wert. Denn nur wenn die Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen, stimme das Arbeits- und Betriebsklima in der Einrichtung. Das sei für eine gute Pflege sehr wichtig, unterstreicht sie.

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