Loburg (thö). Das kurzfristig ausgesprochene Verbot von Feuern zum Verbrennen von Gartenabfällen traf auch die Loburger Einwohner. Da sich kaum jemand auf die neue Richtung aus der Kreisverwaltung einstellen konnte, suchten die Ortschaftsräte nach einer neuen Lösung. Die BCU-Fraktion im Ortschaftsrat von Loburg ersann einen Vorschlag, damit die Bürger, ohne das Verbot zu umgehen, ihre Gartenabfälle ohne viel Mühe loswerden konnten. Die Ortschaftsräte und der CDU-Stadtrat Ulrich von Wulffen riefen die Bürger auf, ihre Gartenabfälle für das Osterfeuer in Loburg zu spenden.

In mehreren Geschäften legten die Ortschaftsräte Listen aus, in die sich die Bürger eintragen konnten. 16 Haushalte beteiligten sich an der Aktion, sagte Ortschaftsrat Andreas Vogler. Am Ostersonnabend rückten die Organisatoren dann aus, um den Grünschnitt einzusammeln. Ulrich von Wulffen stellte der Truppe einen großen Traktor mit Anhänger dafür zur Verfügung. Mehrfach mussten die Helfer fahren, bis alles zum Osterfeuer transportiert war. Rund 100 Kubikmeter, so die Schätzung, kamen dabei zusammen.

Die Bürger zeigten sich über das Engagement der Organisatoren dankbar, teilte Andreas Vogler mit. So wurden die Helfer bei ihrer schweißtreibenden Arbeit immer wieder bewirtet. Ein Gartenfreund packte gleich eine Flasche Sekt neben den Grünschnitt zum Dank, freute er sich.

Da die Aktion so großen Anklang unter den Loburger fand, wollen die Ortschaftsräte auch im kommenden Jahr wieder den Grünschnitt zum Osterfeuer fahren, kündigten Hermann-Holger Kerl und Ulrich von Wulffen an. Vielleicht wird daraus in den kommenden Jahren eine Tradition.