Acht Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Zerbst besuchten jetzt die Zerbster Partnerstadt Jever und das Jeverland. Sie erhielten dabei einen umfassenden Eindruck jenes Landstriches, der einmal von ihrer Heimatstadt aus regiert wurde.

Jever/Zerbst. Die Lokalhistoriker waren einer Einladung des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins gefolgt. Bisher hätten sich einzelne Mitglieder gegenseitig besucht, erklärte dessen stellvertretender Vorsitzender Klaus Homola.

Diese gemeinsame Wochenendexkursion der Zerbster und Jeveraner Vorstandsmitglieder samt Partnern sollte die Beziehungen der Vereine weiter vertiefen. Homola hatte die Zerb-ster Vorsitzende Irene Stephan, die den Verein seit anderthalb Jahren führt, anlässlich des vorigen Zerbster Heimat- und Schützenfestes eingeladen.

Die Tour umfasste auf Wunsch der Gäste neben der Residenzstadt, wo der Jeveraner Vorsitzende Volker Landig durch das Schloss führte, auch Sielorte und Wurtendörfer. Auf der Tour wurden die Wiefelser Kirche, das Gut Groß Scheep, Alt- und Neugarmssiel, Carolinensiel und weitere interessante Orte erkundet. Homola lud die Gäste in seinen Wohnort Ziallerns ein.

Der Binnen- und der Außenhafen von Hooksiel lagen ebenso auf dem Weg wie Altmarienhausen, wo eine Teepause eingelegt wurde. Klaus Homola führte auch zum historischen Denkmal Gattersäge am Forsthaus Upjever.

Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des Jeverländer Vereins anlässlich seines 125. Bestehens im November sollen die Zerbster zurückkehren. Auch ein Gegenbesuch ist geplant.

Vom stellvertretenden Zerb-ster Vorsitzenden Dirk Herrmann war zu erfahren, dass der 19-jährige Verein mit 60 Mitgliedern 200 weniger habe als der jeversche Partnerverein. In der DDR habe es zwar den Kulturbund gegeben, aber die Erinnerung an geschichtliche Zusammenhänge sei unerwünscht, Unterstützung entsprechend "mies" gewesen.

Herrmann, außerdem Vorsitzender des 2003 gegründeten, 218-köpfigen Fördervereins Schloss Zerbst, freute es umso mehr, dass sich zunehmend Menschen für die Geschichte von Schloss und Fürsten begeistern. Der Förderverein sichert den erhaltenen Schlossflügel und plant sehr langfristig dessen Wiederaufbau.

Die Arbeit beider Vereine, freute sich Herrmann, werde dankbar angenommen, Geschichte in den Köpfen der Menschen verankert.