In Sachsen-Anhalt wurden gestern elf EHEC-Erkrankte gezählt (Stand 16 Uhr). Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gibt es keine Meldungen von Ansteckungen. Mit Amtsarzt Dr. Norbert Preden sprach Redakteurin Anja Keßler.

Volksstimme: Wie ist der Landkreis auf die EHEC-Welle vorbereitet?

Norbert Preden: Von einer Welle zu sprechen, ist übertrieben. Wir werden täglich durch das Gesundheitsministerium über die Lage informiert und geben das an die Krankenhäuser weiter.

Volkstimme: Erst Vogel-, dann Schweinegrippe, jetzt EHEC. Gehören diese jährlich neuen Krankheiten jetzt einfach dazu?

Preden: EHEC unterscheidet sich von Grippe, weil Bakterien und nicht Viren die Verursacher sind. Aber aufgrund der Globalisierung ist die schnelle Verbreitung von Krankheiten nicht mehr auszuschließen.

Volksstimme: Wie kann man sich schützen?

Preden: In der Küche sollten die Schneidebrettchen und Messer öfter gewechselt werden. Gurken sollten geschält werden. Geschirr in der Maschine bei 65 Grad spülen, Handtücher täglich wechseln und bei 60 Grad waschen.