15 Mannschaften kämpften am Sonnabend auf dem Lindauer Sportplatz um den Pokal der Stadt Zerbst. Im Löschangriff nass dominierten die Kameraden der Ortsfeuerwehr Garitz/Bornum das Feld. Sowohl die Männer als auch die Frauen schnappten sich hier den Sieg. In der Gruppenstafette indes verwiesen die Jütrichauerinnen ihre Konkurrenz auf die Plätze.

Lindau. "Los, los, los!" Lautstark hallten am Sonnabendnachmittag die Anfeuerungsrufe über den Sportplatz von Lindau. Beim Ausscheid um den Pokal der Stadt Zerbst schenkten sich die teilnehmenden Ortsfeuerwehren nichts. Ehrgeizig legten sich die Kameraden ins Zeug. Bei allem Kampfgeist kam jedoch auch der Spaß nicht zu kurz.

Enge Zeiten sorgen für knappe Entscheidung

Zunächst traten die Brandbekämpfer im Löschangriff gegeneinander an. Hier gingen insgesamt 15 Mannschaften in jeweils zwei Läufen an den Start. Als erste maßen sich die vier Frauenteams. Dabei wurden die Spritznixen der Ortsfeuerwehr Garitz/Bornum einmal mehr ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit 33,25 Sekunden holten sie sich unangefochten den Sieg.

Äußerst knapp fiel hingegen das Ergebnis um die Plätze 2 und 3 aus. Am Ende setzte sich das Team Straguth/Deetz mit nur minimalem Vorsprung vor die Jütrichauerinnen. Die Freude über den zweiten Rang paarte sich dabei mit dem Jubel über eine neue persönliche Bestzeit. Denn erst seit diesem Jahr stellen die befreundeten Wehren Deetz und Straguth/Badewitz gemeinsame Wettkampfmannschaften.

Und dass sich diese sportliche Kooperation auszahlt, bewiesen auch die Männer. Sie legten im zweiten Durchgang noch an Tempo zu und verhinderten so, dass die Mannschaften der Ortsfeuerwehr Garitz/Bornum die beiden vordersten Plätze belegten. Mit 26,09 Sekunden setzten sie sich genau dazwischen. An die Spitzenzeit der Sieger kamen sie allerdings nicht heran. Mit an diesem Tag unschlagbaren 23,54 Sekunden gewann das Team um Ortswehrleiter Daniel Mielchen.

Im Anschluss an den Löschangriff wurde die Gruppenstafette ausgetragen. Bei dieser Disziplin bewiesen allein die Frauen ihre Fertigkeiten. Da mussten Schläuche an Verteiler und Strahlrohre gekuppelt sowie wichtige Feuerwehrknoten gebunden und mit einer Kübelspritze Büchsen von unterschiedlich hohen Podesten gespritzt werden. Neben der Schnelligkeit kam es vor allem darauf an, die einzelnen Aufgaben korrekt zu absolvieren.

Das schafften letztlich alle drei Mannschaften, so dass die Fehlerpunkte bei der Auswertung außer Acht gelassen werden konnten und unterm Strich nur die gestoppten Zeiten zählten. Und da waren die Frauen aus Jütrichau nach den beiden Läufen eindeutig die schnellsten. Platz 2 errangen die Steutzerinnen. Dritter wurden die Spritznixen, die sich ebenfalls sehr gut schlugen, nur zog ihre Kübelspritze nicht so mit.

Gelungener Ausscheid dank vieler Helfer

Mit der Siegerehrung erlebte der Ausscheid am späten Nachmittag seinen krönenden Abschluss. Zusammen mit Stadtwehrleiter Jürgen Dornburg und dem Leiter der Arbeitsgruppe Wettbewerb, Hans Wink, überreichte der Zerbster Bau- und Ordnungsdezernent Andreas Fischer den Platzierten die Pokale, Urkunden und Medaillen. Dabei brandete nicht nur wiederholt begeisterter Beifall auf, auch die ein oder andere feucht-fröhliche Sektdusche gab es.

Bevor sich der Platz dann ganz allmählich leerte, sprach Jürgen Dornblut den Kameraden noch ein Lob für die fairen Wettkämpfe aus. Außerdem bedankte er sich bei allen, die auf vielfältige Weise zum Gelingen des reibungslos verlaufenen Ausscheids beigetragen haben. Nicht zuletzt richtete er da ein Dankeschön an Hans Wink und sein Team. Dieser wiederum wusste den Einsatz der Kampfrichter zu schätzen.

Ehe der sportliche Vergleich überhaupt begann, hatten die Anwesenden kurz innegehalten und gemeinsam des verstorbenen, ehemaligen Garitzer Wehrleiters gedacht, des Kameraden Harald Fricke.

   

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