Zur zweiten Auflage des Antik- Nachtflohmarktes im Leitzkauer Schlossensemble waren am vergangenen Sonnabend 43 Händler vertreten. Der Veranstalter zeigte sich mit dem Zuspruch zufrieden.

Leitzkau. Vom sehr schönen Ambiente in Leitzkau schwärmt Flohmarktorganisatorin Dietlind Herzog. Das passt so wunderschön zum Antikmarkt, findet sie. Dazu kommt ein aufgeschlossenes Publikum. 43 Anbieter hat Herzog zur zweiten Auflage mobilisiert. Mehr als beim ersten Mal. Auch mit den Besucherzahlen zeigte sich Dietlind Herzog zufrieden. Klar, dass es immer gerne mehr sein könnten. "Im nächsten Jahr sind wir wieder da, wenn wir dürfen", erklärte die Frau. Das muss sie mit dem Förderkreis Kultur und Denkmalpflege ausmachen. Herzog lobte die gute Zusammenarbeit und ist begeistert von der engagierten Truppe vor Ort.

Der Förderkreis sorgte für das leibliche Wohl der Gäste am Sonnabend. In den Abendstunden, in denen es zusehend kühler wurde, kam der Glühwein gut an. Insgesamt war es ein Kommen und Gehen. Dass der Markt gut besucht war, zeigte sich schon an den parkenden Autos vor dem Schloss. Die Nummernschilder waren weit gestreut. Nicht nur einen Händlerstamm haben die Herzog-Märkte, sondern auch einen Kundenstamm. "Einige reisen immer mit uns mit", erklärte die Chefin.

Zum Händlerstamm, zu dem Leute aus Hannover, Regensburg, Helmstedt – aus ganz Deutschland – zählen, kommen bei den einzelnen Veranstaltungen immer Anbieter aus der Region dazu. So waren zum Beispiel einige Zerbster mit dabei. Auch Erika Spalding aus Lindau machte mit. Sie hatte ihren elfjährigen Enkel Max Fischer aus Körbelitz dabei. "Viel Betrieb, viele Leute, niedrige Standmiete", fand es die 71-Jährige ganz nett in Leitzkau. Sie hatte Sachen aus alten Geschäftsbeständen einer Freundin dabei, die sie an den Mann bringen wollte. Ihr Enkel erwies sich als besserer Verkäufer. Schnell war bei ihm das in der Kasse, was er sich vorgenommen hatte, um ein neues Teil für sein Skateboard finanzieren zu können. Spaß hatten die beiden in jedem Fall.

Stets belagert war der Büchertisch von Paul Dahlen aus Regensburg. Er war schon beim ersten Mal dabei. Im Westen seien solche Märkte schon "ausgelutscht", da es zu viele und oft welche gibt, meinte er. Auch schätzt er das höhere Niveau im Osten. "Hier wird mehr gelesen", hat er die Erfahrung gemacht. Seine Bücher, von denen er ein paar Hundert dabei hatte, sind alle sorgfältig per Hand eingeschlagen. Sie gehen in gutem Zustand an den Kunden, darauf legt er Wert. Da ist kein Ketchup-Fleck auf dem Einband zu finden. Nicht nur für Dahlen lohnte sich der Abstecher nach Leitzkau. Auch die Schnäppchenjäger kamen auf ihre Kosten.

 

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