Der Sachsen-Anhaltinische Kleintiermarkt im Göbelpark stand am vergangenen Sonn-abend ganz im Zeichen des 13. Geburtstages. Als Geschenk für das Göbelparkteam kamen zahlreiche Besucher. Wetter und Stimmung waren bestens.

Göbel. Um die 1 500 schätzte Göbelparkchefin Ute Düsterhöft die Zahl der Besucher des Kleintier-, Exoten- und Bauernmarktes am Sonnabend. Schon an den zugeparkten Straßenrändern im Dorf war der Ansturm zu erkennen. Viele Leute aus der näheren und weiteren Umgebung nutzten den Pfingstsonnabend für einen Abstecher nach Göbel.

In der großen Halle waren zwischen 60 und 70 Anbieter von Nutz- und Rassetieren. Bei den Exoten ist dagegen zur Zeit nicht so viel los, meinte Göbelparkbesitzer Joachim Düsterhöft. Dafür war das gesamte Außengelände mit Anbietern gut belegt. Die Düsterhöfts zeigten sich mit dem Zuspruch zufrieden.

Losglück für einen Magdeburger

Zum Geburtstagsmarkt sorgte die Panflötengruppe "Wayra" für musikalische Unterhaltung im Biergarten, wo die Besucher bei einem kleinen Imbiss verweilen konnten. Auch eine Tombola lockte am Sonnabend mit attraktiven Preisen. Als erster Preis wartete ein kurzhaariges Kame-runschaf auf einen neuen Besitzer.

Berto Heuer hatte Glück mit den vier Losen, die er zog und hatte den Hauptpreis dabei. Der Magdeburger war allerdings lange am überlegen, was er wohl mit dem Tierchen anfangen sollte.

Zahlreiche Stammhändler kommen regelmäßig in den Göbelpark, aber auch immer wieder sind neue Anbieter dabei. Zum zweiten Mal waren zum Beispiel Iris Frenzel und Axel Kammerer vor Ort. Die beiden Magdeburger haben gerade erst angefangen, die Märkte der Region zu besuchen. Im Trödeln versuchen sie sich seit Beginn diesen Jahres, bieten Sachen aus dem eigenen Bestand und von Verwandten und Bekannten an. Alles nebenbei, um die Urlaubskasse aufzubessern, erklärten sie.

Im Göbelpark finden es die Magdeburger "super", "spitzenmäßig". "Alles ist gut organisiert", so Axel Kammerer. Während sie auch Märkte in Dessau, Köthen und anderen Orten in Sachsen-Anhalt auf der Liste haben, wollen sie auf jeden Fall wieder nach Göbel kommen.

Zu denen, die jeden Monat mit von der Partie sind, gehört auch der Fisch-Pfeiffer aus Tucheim – und das seit zehn Jahren. "Der Göbelpark ist ganz was besonderes", schwärmte Ralf Pfeiffer, "und immer einen Besuch wert". Er erklärte auch warum: "Die Menschen kommen von überall her, nehmen 100 bis 150 Kilometer und mehr auf sich, um den Markt zu besuchen". Da ist immer für genug Abwechslung gesorgt.

Seit 1990 ist Pfeiffer in der Fischbranche tätig und mobil unterwegs. In Hohenseeden, Stendal, Osterburg, Seehausen ist der gut aufgelegte Mann mit seinem Wagen auf Märkten zu finden. Das Familienunternehmen hat sogar zwei Verkaufswagen, erzählte er. "Hier ist die Ware frischer als das Personal", verweist der Fisch-Pfeiffer lachend auf sein Motto. Dass er mit seinem Fahrbetrieb seit 20 Jahren unterwegs ist, spricht für seinen Geschäftserfolg.

Neueröffnung Futtermittelhandel

Geschäftlich gibt es ab 1. Juni im Göbelpark eine Veränderung. Mit erweitertem Sortiment wird der Futtermittelhandel im Park neu eröffnet. Inhaberin ist dann Ute Düsterhöft. Der Laden wird Montag bis Freitag von 9.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie an den Sonnabenden von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet sein.

Ansonsten locken auch weiterhin die regelmäßigen Kleintier-, Exoten- und Bauernmärkte im Göbelpark. Zur Verbesserung der Parksituation will Düsterhöft in diesem Sommer eine Fläche herrichten. Allerdings ist absehbar, dass die Anzahl der Besucherfahrzeuge kaum zu beherrschen ist. Doch schließlich findet das Markttreiben nur einmal im Monat in den ehemaligen Gewächshaushallen statt, während es sonst eher beschaulich zugeht in dem kleinen Dorf.

   

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